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Ackerbau, einschließlich Gerätelehre / von Droysen und Gisevius
Entstehung
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E. Die Entwäſſerung. 217

ſeitige Entfernung wechſelt(von 10 30 m) je nach Boden und Tiefe. Je tiefer die Saugdrains liegen, um ſo weiter kann man die gegenſeitige Ent⸗ fernung(Fig. 160) wählen. Das Gefälle wählt man(gern 1:100, mindeſtens 1: 400 bis 500) in jedem Falle möglichſt groß, um an Röhrenweite zu ſparen, die ſich nach der Größe der zugehörigen Fläche und dem Gefälle richtet. ¹) Die zweckmäßige geringſte Röhrenweite iſt 4 cm. Durch die Vermeidung kleinſter Röhrenweiten und geringſten Gefälles wird in den Drains eine Ge⸗ ſchwindigkeit des Waſſers eingehalten, die das Verſanden verhütet.

Fig. 159. Stein⸗, Faſchinen⸗ und Torfdrains.

Der Erſatz einer weiteren Röhre durch mehrere dicht neben⸗ einander liegende engere iſt zu vermeiden, da bei geringem Waſſer⸗ zufluß einzelne derſelben verſanden.

2. Bei der Einteilung des Drains unterſcheidet man Sammler (Sammeldrains) und Sauger(Saugdrains); oft nennt man auch den aus der Vereinigung mehrerer Samnler entſtehenden DrainHaupt⸗ drain. Jeden Sammler mit den dazu gehörigen Saugern nennt man

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Fig. 160. Wirkung verſchiedener Tieflage der Drains.

ein Syſtem(Fig. 161). Die Sauger haben den Zweck, das Waſſer aus der Fläche herauszuziehen und den Sammlern zuzuführen. Die

Sammler führen das Waſſer von den Saugern nach einem Vorflut⸗ graben oder einem Hauptdrain hin. Ihre Verbindung mit den Saugern

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Im landwirtſchaftlichen Kalender von Mentzel und von Lengerke, II. Teil, befindet ſich eine Tabelle, aus der man entnehmen kann, welche Fläche ein Kaliber zu entwäſſern vermag. Hierbei iſt eine durchſchnittliche jährliche Regenhöhe zugrunde gelegt. Bei ſtark abweichender Regenhöhe eines Ortes müßte die Röhrenweite größer oder kleiner gewählt werden.