C. Erd⸗ und Raſenarbeiten. 209
ungleicher Unterlage(Sturzacker) wählt man ſtärkere und breitere Ge⸗ leiſe, als bei leichter Belaſtung und glatter Unterlage(Wieſenflächen).
e) Bei Feldbahngeleiſen müſſen möglichſt Steigungen vermieden werden, da auf dieſen die erforderliche Zugkraft ins Außerordent⸗ liche wächſt.
2. Die Wagen(LCoren) der Feldbahnen zerfallen in Unterbau und Oberbau, der Unterbau in den Rahmen und die Räder.
Der Wagenrahmen muß entweder Puffer beſitzen oder durch ſeine Form ſelbſt(Fig. 149) als Puffer wirken. Er wird bei großen Wagen aus Eichenholz, bei kleinen aus Eiſen angefertigt.
Fig. 149. a Stahl⸗Kipplore, b hölzerne Kipplore, c Truckwagen.
Die gewöhnlich mit den Achſen feſtverbundenen Räder werden durch hervortretende Ränder, ſogenannte Flanſchen, auf den Schienen gehalten. Bei ſtarken Geleiſen genügen„einflanſchige“ Räder; bei ſchwachen ſind„zweiflanſchige“ erforderlich, da ſonſt bei Krümmungen die äußere Schiene nach außen ausbiegt, das Rad von der inneren Schiene abgleitet und den Wagen zum Entgleiſen bringt.
Das Hemmen wird auf geneigter Bahn durch beſondere Bremſen oder durch einen hölzernen Hebel bewirkt, welchen man mit einem Ende an den Rahmen anbindet und— erforderlichenfalls unter Druckanwendung— auf dem Rade ſchleifen läßt.
Das auf dem Unterbau ruhende Obergeſtell(Aufſatz) des Wagens iſt verſchieden, je nachdem man Langholz, Ziegel, Torf, Rüben, Erde ꝛc. fortbewegen will. Langholz und große Obergeſtell⸗
Droyſen⸗Giſevius. Ackerbau. 6. Auflage. 14


