210 VI. Meliorationen.
kaſten werden auf zwei miteinander durch den Aufſatz verbundenen Wagen(Truckwagen) befördert. Für Erdbewegung benutzt man Kipp⸗ kaſten, die das Entladen erſparen(und gewöhnlich 0,5 chm Erde faſſen).(Fig. 149.)
§ 132. Erdberechnung und Wahl der Beförderungsmittel.
1. Zur Berechnung eines Erdkörpers mißt man das Anfangs⸗ und Endquerprofil, und überall, wo das Querprofil wechſelt, dieſes gleichfalls aus, endlich auch die gegenſeitigen Entfernungen der Querprofile. Man berechnet alsdann nacheinander die Abteilungen zwiſchen je zwei Querprofilen, indem man deren halbe Summe mit ihrer Entfernung multipliziert. Die Summe aller Abteilungen iſt der Inhalt des ganzen Erdkörpers. Dieſe Berechnung geſtattet einen Voranſchlag für die Koſten der Erdbewegung, wenn man einen aus der Erfahrung oder aus einem Probeverſuch ſich ergebenden Einheitsſatz für das cbm zugrunde legt.
2. Die Wahl der Beförderungsmittel richtet ſich bei größeren Erdmengen der praktiſchen Erfahrung gemäß nach der Weglänge. 1)
§ 133. Das Öchneiden, Löſen und Wiederauflegen des Raſens.
1. a) Das Zerſchneiden des Raſens in einzelne Plaggen führt man vermittelſt eines gewöhnlichen Spatens mit ſchmalem Blatt und langem Stiel, oder des Stechſpatens(Fig. 150), oder des Wieſen⸗ beils(Fig. 151), dieſes am beſten im Rückwärtsſchreiten benutzend, aus.
b) Das Löſen des geſchnittenen Raſens bewirkt man mit der am Wieſenbeil befeſtigten oder mit einer beſonderen Schälſchippe (Fig. 151).
c) Zur Fortſchaffung der Raſenplaggen benutzt man die Schälſchippe oder eine eiſerne oder hölzerne einfache Gabel.
2. a) Das Wiederauflegen des Raſens erfolgt im Verbande, wenn viele Plaggen verfügbar ſind. Die ganze Fläche wird ſo mit Plaggenreihen belegt, daß die Fugen einer Reihe nicht auf die der anderen treffen(Fig. 152 a). Das Legen in Netzform(Fig. 152 b) wendet man an, wenn wenig Plaggen vorhanden ſind, und läßt zwiſchen den netz⸗
¹) Bei bis 5 m Weglänge wendet man die Schaufel gläng„
„ 5— 120 m„„„ Schiebkarre,
„ 100— 400 m„ 7„„ Handkippkarre,
„ 100— 1400 m— 5„„ Pferdekippkarre,
„ 50— 5000 m 8„„„ Feldbahn mit Hand⸗ oder Pferdebetrteb,
„ über 5000 m„ und bei mindeſtens 100 000 cbm Erde
wendet man die Feldbahn mit Lokomotivbetrieb an.


