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Ackerbau, einschließlich Gerätelehre / von Droysen und Gisevius
Entstehung
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B. Das Leben der Pflanze. 17

das Leben der Pflanzen. Danach iſt das Kalium zur Bildung von Stärke, Zucker ꝛc.(den ſog. Kohlenhydraten) nötig, der Phosphor zur Bildung der Eiweißſtoffe. Die letzteren bedürfen zu ihrem Aufbau auch des Stickſtoffs.

Die Form, in der dieſe Stoffe von der Pflanze aufgenommen werden, iſt die von Verbindungen und zwar von Salzen. Sie alle können jedoch nur in Waſſer gelöſt Aufnahme finden.

§ 6. Aufnahme der Nährſtoffe durch die Murzel.

1. Die Wurzel als Aufnahmeorgan. Faſt alle höheren Pflanzen, zu denen auch unſere Kulturgewächſe gehören, haben Wurzeln. Nur die jungen Wurzeln und der untere Teil der älteren, ſoweit ihre Haut noch nicht verkorkt iſt, können durch die zarten Wände

Fig. 20. Schema des Ackerbodens(nach Sachs). e Oberhaut der Wurzel, hh Wurzelhaar bei z und Ss mit Bodenteilchen verwachſen, 5 Waſſerumhüllungen der Bodenteilchen ST, y Luftblaſen.

der Oberhautzellen das Bodenwaſſer und die in ihm gelöſten Nähr⸗ ſtoffe, dieBodenlöſung, aufnehmen. Beſonders günſtig geſchieht dies durch die Oberhautzellen, die, zu Wurzelhaaren ausgewachſen, der Bodenflüſſigkeit eine ſehr große Oberfläche bieten und mit den Boden⸗ teilchen in enge Berührung treten(Fig. 19, S. 14, und Fig. 20). Die jungen Wurzelfaſern, welche die Nahrungsaufnahme bewirken, heißen deswegen auch Saugwurzeln.

2. Die Nährſtoffaufnahme geht nach dem Geſetze der Diffuſion vor ſich, welche darin beſteht, daß ſich zwei verſchiedene Flüſſigkeiten(oder Gaſe), die ſich berühren, allmählich durchdringen und miſchen. Dieſer Ausgleich findet auch durch eine pflanzliche oder tieriſche Haut ſtatt(Diosmoſe).

Droyſen⸗Giſevius. Ackerbau. 6. Auflage. 2