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Der praktische Kleegrasbau : kurz und bündig gefaßte, auf Erfahrung begründete Anleitung zum Kunstfutterbau / von A. Nowacki
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C. Die Düngung der Natur⸗ und Kunſtwieſen. 159

Zahlen, daß die von mir als obere Grenze bezeichneten Zuſätze völlig ausreichend ſind, um ſoviel Phosphorſäure zuzuführen, wie die Pflanzen bedürfen und wie ſie in dem Ertrage zurück⸗ zubezahlen imſtande ſind.

Von den verſchiedenartigen Zuſätzen, die den vorſtehenden Zahlen zugrunde liegen, iſt der folgende weitaus der handlichſte: Auf je 1 hl Gülle ½ 1 flüſſige 20% ige Phosphorſäure.

3. Kalidünger. Wegen des hohen Gehaltes der Gülle an Kali hat überall dort, wo die Wieſen ausreichend gegüllt werden, der Zukauf von Kali keine wirtſchaftliche Berechtigung. Selbſt bei bedeutendem Zukauf von Phosphorſäure bleibt das Kali im Überſchuß, und dieſer Überſchuß wird in den meiſten Wirtſchaften noch vermehrt durch die Verwendung einer nicht unbeträchtlichen Menge von kalireicher Holzaſche.

Die ſchwereren Böden enthalten auch von Natur ſchon genügend Kali. Eher kann auf den leichteren Böden Mangel an dieſem Nährſtoff eintreten; wo weder gedüngt, noch bewäſſert wird. da fehlt es hier jedenfalls an Kali. Auf den Torf⸗ und Moorböden noch mehr.

Gegenwärtig kauft man das Kali am billigſten in Form von Kainit, und das wird vorausſichtlich noch lange ſo bleiben. Von dieſem Düngeſalz, das 12 ½%, zuweilen aber auch nur 11% Kali enthält, berechnet man etwa 500 600 kg pro Hektar und ſtreut die Ware am beſten im Herbſt auf die Wieſen.

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Zum Schluß wollen wir noch daran erinnern, daß es nicht bloß zweckmäßig, ſondern unerläßlich iſt, mit verſchiedenen Düngerarten in einer mehr oder weniger beſtimmten Kehr⸗ ordnung zu wechſeln, etwa in der Weiſe, wie es hier je an einem Beiſpiel für Güllewirtſchaft und für Stallmiſtwirtſchaft dargelegt wird.

Kehrordnung in 6 Schlägen rür milden Lehmboden.

Bei Güllewirtſchaft: Bei Stallmiſtwirtſchaft: 1. Sieockmiſt 1. Stallmiſt 2 Gülle 2 Kainit 1 Superphosphat 1 Superphosphat

. Chileſalpeter

Gülle 4 3. G 3.] Kainit

Thomasmehl Thomasmehl