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Der praktische Kleegrasbau : kurz und bündig gefaßte, auf Erfahrung begründete Anleitung zum Kunstfutterbau / von A. Nowacki
Entstehung
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148 Die praktiſche Ausführung und Behandlung der Kleegrasſaat.

1000 hl pro Hektar als die obere Grenze bezeichnen, über die man nicht viel hinausgehen ſollte. Denn auch bei der Gülle kann man das Wort anwenden: Allzuviel iſt ungeſund.

Legen wir die von A. Grete gefundenen, oben ſchon mit⸗ geteilten Zahlen zugrunde, ſo berechnet ſich der Gehalt der Gülle wie folgt:

1000 9⁰⁰ 800 700 600 hl Gülle enthalten kg

Kali... 430 387 344 301 258 Stickſtoff.. 190 121 152 133 114 Phosphorſäure. 54 48,6 43,2 37,8 32,4

5⁰0 400 300 200 100 hl Gülle enthalten kg

Kali.... 215 172 129 86 43 Stckſtoff 95 76 57 38 19 Pyosphorſäure. 27 21,6 16,2 10,8 5,4

Es iſt ein Naturgeſetz, daß der in geringſter Menge vorhandene Pflanzennährſtoff bei dem Ertrag den Ausſchlag gibt. Im vorliegenden Falle iſt dies die Phosphorſäure. Wollen wir den Ertrag ſteigern, ſo müſſen wir Phosphorſäure zur Gülle zuſchießen. Schon 1 kg lösliche Phosphorſäure wird wirken, 10 kg lösliche Phosphorſäure werden ſelbſtverſtändlich eine noch größere Ertragsſteigerung herbeiführen, und ein Zuſchuß von 30 kg löslicher Phos⸗ phorſäure pro Jahr und Hektar(wodurch die Düngung mit 1000 hl Gülle auf 54+ 30= 84 kg ſteigt) wird jeden⸗ falls nicht zu hoch gegriffen ſein. Die zuletzt angegebene Zahl(30 kg pro Hektar) kann vorläufig zum allgemeinen Anhalt dienen, gleichviel ob wir ſtärker oder ſchwächer güllen wergleiche obige Zahlen!), indem ich es beſonderen Verſuchen überlaſſe, die obere Grenze zu beſtimmen, bis zu der der Zuſchuß von Phosphorſäure zur Gülle mit Vorteil getrieben werden darf.

Zur Erläuterung ein Beiſpiel mit einem Rechenexempel.

Stick⸗ Phosphor⸗

Kali ſtoff ſäure 1 000 hl Kuhgülle enthalten nach A. Grete 430 190 54 10 000 kg Kleegrasheu E. Wolf 256 178 53

1000 hl Kuhgülle pro Hektar reichen alſo hin, um 10 000 kg Kleegrasheu zu erzeugen, denn der im Minimum vorhandene Nährſtoff gibt den Ausſchlag, das iſt hier die

Phosphorſäure.