Heublumenſaat oder Kleegrasſaat?
vollkommen verwertet. Dagegen enthält das italieniſche Rai⸗ gras die ſtickſtoffhaltigen zu den ſtickſtofffreien Nährmitteln in dem Verhältnis wie 1: 6, Timothegras wie 1: 5. Baut man Rotklee mit dieſen Gräſern im Gemenge an, ſo wird durch den größeren Reichtum der letzteren an ſtickſtofffreien Nährmitteln das Verhältnis der Nährſtoffe im Jutter ein rationelleres, es wird eine höhere Ausnutzung desſelben erzielt.
Gemengſaaten geben ſodann auch eine durchſchnittlich beſſere Qualität bei der Heuwerbung, weil Kleegras leichter trocknet, als reiner Rotklee. Bei der Grünfütterung vermindert die Grasbeimengung die Gefahr des Aufblähens.
Ein weiterer Vorteil iſt, daß bei Gemengſaaten die Nach⸗ teile des Befallens weniger hervortreten. Die pflanzlichen Para⸗ ſiten der Gräſer entwickeln ſich nicht auf dem Klee, und die dieſem gefährlichen Schmarotzer laſſen die Gräſer unberührt. Durch den Stand der Pflanzen im Gemenge wird das Befallen nicht verhütet, aber es tritt hier in der Regel weniger intenſiv auf. Dieſer Umſtand erſcheint bedeutſam genug, wenn man er⸗ wägt, einen wie nachteiligen Einfluß ſtark befallenes Futter auf die Geſundheit der Tiere und die Nutzung derſelben ausübt.
Auch in bezug auf tieriſche Feinde ſind die Gemengſaaten begünſtigt. Die Chloropslarven, die Raupen der Graseulen werden nur den Gräſern, nicht dem Klee ſchädlich. Dezimieren die Mäuſe den Klee, ſo breiten ſich die Gräſer aus, und die Larven des Kleebohrkäfers(Hylesinus trifolii) und die dem Klee gefährlichen Anguillulen ſind unſchädlich für die Gräſer. Das Gemenge bietet alſo auch den tieriſchen Feinden gegenüber eine größere Sicherheit.
Ein weſentlicher Vorteil iſt ſodann noch der, daß der Einfluß des in den einzelnen Jahrgängen ſo ungleichen Witte⸗ rungsverlaufes ſich bei dem Kleegraſe weniger geltend macht, als bei der Reinſaat von Rotklee. Der Ertrag des erſteren iſt deshalb ein verhältnismäßig gleichmäßigerer. Erfriert der Klee, ſo bleibt der volle Grasbeſtand noch zur Nutzung. Wird der Klee durch kalte Frühjahrswitterung zurückgehalten, ſo gedeiht doch das Gras; begünſtigt die Frühjahrswitterung den Klee, ſo entwickelt ſich dieſer oft ſo reich, daß die Gräſer ſehr zurück⸗ gehalten werden— um ſo kräftiger wachſen ſie dann im zweiten Schnitt nach. Es findet bei dem Kleegrasgemenge ein ähnliches
Verhältnis ſtatt wie bei den Wieſen,
wo auch die mannig⸗


