Heublumenſaat oder Kleegrasſaat? 5
Rotklee und Raigras
an Kali...... 34,5% 24,9% „ Natron. 6„ 4,2„ „ Magneſia. 12,2 2,1„ „ Kalt...... 34,0„ 2,5„ „ Phosphorſäure. 9,9„ 7,9„ „ Schwefelſäure.. 3,0„ 3,8„ „Kieſelſäure. 2,7 39,6„
Chlor. 3,7„ 5,4„
Die Aſche des Klees iſt alſo ĩ½ mal reicher an Kali, als die Aſche des Raigraſes, 6 mal reicher an Magneſia, 4 ½ mal reicher an Kalk; dagegen hat die Aſche des Raigraſes einen 14 ½ mal reicheren Gehalt an Kieſelſäure und einen 2%½ mal größeren Gehalt an Natron, jedoch iſt der Gehalt an Phosphor⸗ ſäure bei Klee und Gras nicht erheblich verſchieden. Bei alſo nahezu gleichem Bedarf an dem in der Regel im Minimum vorhandenen Nährbeſtandteil werden ſomit die übrigen im Boden vorhandenen Nährſtoffe durch Kleegrasgemenge gleichmäßiger ausgenutzt, als durch eine Pflanzenart allein.
Ferner bietet Gemengſaat den Vorteil, daß man ſie häufiger wiederkehren laſſen kann als Klee allein, weil dieſer, wenn er ausſchließlich den Beſtand des Feldes bildet, den Untergrund ungleich mehr erſchöpft, als im Gemenge bei einem gleich hohen Ernteertrag des Feldes.
Sodann iſt der Rotklee im Grasgemenge noch mit Erfolg auf ſolchen Böden zu kultivieren, die für reinen Klee ſchon etwas zu leicht ſind. Hier gibt Kleegrasgemenge einen reicheren und ſicherern Ertrag und einen beſſeren Nachwuchs zum zweiten Schnitt, oder doch ſtatt deſſen eine vorzügliche Weide.
Ein weiterer Vorteil iſt die beſſere Beſchaffenheit des Futters. Der Klee iſt ſelbſt noch zur Zeit der Blüte ſehr reich an ſtickſtoffhaltigen Beſtandteilen, an plaſtiſchen Nährmitteln; aber das Verhältnis der ſtickſtoffhaltigen zu den ſtickſtofffreien Nährſtoffen iſt nicht günſtig für die Ausnutzung der erſteren. Das Verhältnis der ſtickſtoffhaltigen Beſtandteile zu den ſtick⸗ ſtofffreien iſt im Klee zur Zeit der vollen Blüte wie 1: 2 ⅓; dies iſt aber ein viel zu enges Nährſtoffverhältnis für die ge⸗ wöhnliche Verwendungsweiſe des Rotklees. Milchkühe erfordern beiſpielsweiſe ein Nährſtoffverhältnis wie 1:5, ſie empfangen alſo bei reiner Kleefütterung einen Überſchuß an Proteinſtoffen und dieſer gelangt nicht zur Ausnutzung, das Futter wird un⸗


