4 Heublumenſaat oder Kleegrasſaat?
Timothegras zwiſchen dem Weizen und Roggen. Werden da⸗ gegen mehrere Furchen zur Winterung gegeben, ſo findet die Zerſtörung des Timothegraſes vollſtändig ſtatt. Man vermeide deshalb zweckmäßig den Anbau dieſes Graſes dort, wo einjährige Nutzung des Kleegraſes und darauf folgende einfährige Beſtellung des Wintergetreides in Ausſicht genommen werden. Dagegen iſt es mit großem Vorteil und ohne allen Nachteil zu verwenden, wo nach mehrjähriger Nutzung eine mehrfurchige Beſtellung zu Wintergetreide gegeben wird.
Die Vorſicht gebietet noch, bei der Auswahl der anzu⸗ bauenden Grasarten ſolche auszuſchließen, die queckenartige Wurzeln haben, wie das bei dem weichen Honiggraſe(Holcus mollis) der Fall iſt.
Was die unſaubere Beſchaffenheit des Saatackers bei ein⸗ fähriger Beſtellung des Wintergetreides nach Kleegras anlangt, ſo werden hier allerdings bei einfachem Umpflügen die ſtarken Grasſtöcke, namentlich die des italieniſchen Raigraſes leicht läſtig. Wendet man aber, wie es bei einfähriger Beſtellung nach Klee⸗ gras und auch nach reinem Klee immer geſchehen ſollte, das Schälſech und bei bündigerem Boden das Doppelpflügen an, ſo zeigt ſich keinerlei Nachteil, das Saatbett wird ein durchaus ſauberes.
Die Vorteile, welche die Gemengſaaten von Klee und Gräſern gewähren, ſind nun hauptſächlich folgende.
Zunächſt iſt auf die Verſchiedenheit der Bewurzelung von Klee und Gräſern hinzuweiſen. Während der Klee vermöge ſeiner Pfahlwurzel tief in den Untergrund eindringt, bleiben die Wurzeln der Gräſer mehr in der Ackerkrume. Wenn die letzteren auch zum Teil tiefer in den Boden zu dringen vermögen, als man oft annimmt, ſo breiten ſie ſich doch vorzugsweiſe in der Oberkrume aus. Es ergibt ſich aus dieſem Verhältnis der Vorteil, daß bei einem gemeinſchaftlichen Anbau der Boden voll⸗ kommener, ſowohl in der Oberkrume wie im Untergrund aus⸗ genutzt wird, als von einer Pflanze allein.
Ein weiterer Vorteil ergibt ſich aus der Verſchiedenheit der Anſprüche an die Nährbeſtandteile des Bodens. Nach den dankenswerten Ermittelungen Emil Wolffs beträgt beiſpielsweiſe der mittlere Gehalt der Aſche bei dem
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