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2 Heublumenſaat oder Kleegrasſaat?
Gedeihlichkeit man nämlich in Rückſicht auf die Natur des Wieſenbodens völlig zufrieden iſt. Man ſuche dieſen Fleck von etwaigem Unkraute zu reinigen, und beſtimme ihn dann zur Samenſchule, verſäume auch nicht, ſeine Kräfte durch einige Düngung zu erhalten.
Man laſſe das Gras heranwachſen, bis die früheren Gräſer ihren Samen zu reifen anfangen, mähe ihn dann, und mache das Gras, ohne es viel zu verarbeiten, zu Heu. Einen andern Teil laſſe man ſtehen, bis auch die ſpäteren Gräſer ihren Samen reifen, und behandle dieſen ebenſo. Dann menge man beide Teile untereinander, und ſchlage das Heu auf der Dreſchtenne ab und beſäe dann mit der Spreu die neue Wieſe.
Dieſe Methode ſcheint mir nicht nur die ſicherſte, ſondern
auch die mindeſt koſtſpielige zu ſein, um zu guten Wieſenſamen zu gelangen, da das abgedroſchene Heu ſeiner höheren Reife wegen zwar nicht ſo gut wie das jüngere, aber doch immer brauchbar bleibt.
Wenn der Wieſenboden roten Klee trägt, ſo wird es mehrenteils ratſam ſein, Samen von dieſem darunter zu mengen, weil er im nächſten Jahre, wo ſich die Gräſer ſelten beſtaudet haben, Ertrag gibt, und man muß es ſich dann nur zur Regel machen, den die übrigen Wieſenpflanzen anfangs überwachſenden Klee beim erſten Umbruch der Blüte zu mähen, und ihn nicht zu hoch werden zu laſſen. Dann wird er die übrigen Wieſen⸗ pflanzen zwar anfangs zurückhalten, aber nicht ſo unterdrücken, daß ſie nicht nach ſeinem Verſchwinden hervorkommen und ſeinen Platz einnehmen ſollten.
Dieſes auch von Burger und v. Schwerz empfohlene Verfahren hat nur eine entfernte Ähnlichkeit mit der in der Schweiz üblichen Heublumenſaat; denn es beſteht der Unter⸗ ſchied, daß die ſchweizeriſchen Landwirte den Abfall des in der Blüte geernteten Heus und Emds mit allem Unkrautgeſäme, das darin iſt, auf der Heubühne ſammeln und zur Saat ver⸗ wenden, während Thaer das Samenſtück als Samenſchule be⸗ trachtet und demgemäß ſorgfältig auswählen, von Unkraut reinigen und im reifen Zuſtand abernten läßt, um den Samen durch Abdreſchen zu gewinnen wie die goldene Frucht der Demeter.
Näher kommt die ſchweizeriſche Heublumenſaat den Vor⸗ ſchriften des altrömiſchen Schriftſtellees Columella, der ſich
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