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Der praktische Kleegrasbau : kurz und bündig gefaßte, auf Erfahrung begründete Anleitung zum Kunstfutterbau / von A. Nowacki
Entstehung
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Heublumenſaat oder Kleegrasſaatd

In ſeinenGrundſätzen der rationellen Landwirtſchaft behandelt Thaer auch den Wieſenbau. Der betreffende Band erſchien im Jahre 1810. Schlagen wir§ 323 auf, ſo finden wir über die Beſamung der Wieſen folgende Auseinanderſetzung.

Wenn man bei künſtlichen Grasbeſamungen das gerechte Verhältnis der Wieſenpflanzen untereinander und zum Boden träfe, ſo würde man dadurch ohne Zweifel früher eine neue er⸗ wünſchte Wieſennarbe bilden, als wenn man dies der Natur überläßt. Aber dies Verhältnis iſt a priori ſchwer auszufinden. Es kommt dabei vornehmlich an auf das gerechte Verhältnis des hohen Graſes zum Untergraſe, des frühen, welches den erſten Schnitt gibt, zum ſpäteren, welches hauptſächlich den zweiten ausmacht. Einige, die jenes Verhältnis ziemlich richtig getroffen haben, bildeten gute Wieſen; andere, die es nicht trafen, erhielten ſchlechte, die ſie bald wieder umbrechen mußten. Bei den beſten, die ich kenne, war der Same an Ort und Stelle und von Wieſen gleicher Natur aufgenommen; wogegen die Operation mehrenteils bei denen verunglückte, die ihre Samen⸗ auswahl nach der an ſich richtigen Beſchreibung einzelner Gräſer machten, und den Samen aus den Niederlagen der Samen⸗ händler erhielten. Dieſe trafen nämlich minder das richtige Verhältnis der Gräſer untereinander und zum Boden.

Bis jetzt ſcheint mir alſo das zweckmäßigſte Verfahren, um ſich guten Wieſenſamen zu verſchaffen, folgendes zu ſein:

Man wähle einen Wieſenfleck aus, welcher mit der zu be⸗ ſamenden Wieſe eine gleiche Grundbeſchaffenheit, beſonders in Anſehung des Humusgehalts und der Feuchtigkeit hat, und worauf vorzüglich gutes Gras ſteht, mit deſſen Ergiebigkeit und

Nowacki, Kleegrasbau. 5. Auflage. 1