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Der praktische Kleegrasbau : kurz und bündig gefaßte, auf Erfahrung begründete Anleitung zum Kunstfutterbau / von A. Nowacki
Entstehung
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IV Vorwort.

Hier wie dort im Anſchluß an die gegebenen Verhältniſſe nach damals landesüblicher Uſance. Dagegen bezog ich die Klee⸗ und Grasſamen für eine Miſchung nach meiner Idee von einer deutſchen Firma, deren Chef mir perſönlich bekannt war.

Wie ich im ſtillen gehofft, trug meine Kleegrasmiſchung im Wettbewerb den Sieg davon. Die betreffende Parzelle brachte im 10 jährigen Durchſchnitt 10 730 kg Heu und Emd pro Hektar, rund 1000 kg mehr, als jede der beiden andern Klee⸗ grasparzellen, und über 3700 kg mehr, als die Heublumenparzelle.

Die Heublumen werden hiernach noch viel zu günſtig be⸗ urteilt, weil die wilde Beraſung die Lücken füllt. Um zu zeigen, was die Heublumen für ſich leiſten, ſäte ich in einen Erdkaſten eine Probe vonguten Heublumen und erhielt 5% Kleepflanzen, 25% Graspflanzen und 70% Unkrautpflanzen. Sapienti sat!

Reinſaat oder Miſchſaat? Das war die zweite Frage, deren Beantwortung mir oblag. Zu dem Zweck beſäte ich Parzelle I meines Verſuchsfeldes mit Rotklee, Parzelle II mit Luzerne, Parzelle III mit Kleegras, Parzelle IV mit Gräſern. Um ſicher zu gehen, verteilte ich den Samen überall durch Kreuzſaat mit eigener Hand. Das koſtete manchen Schweiß⸗ tropfen, aber der Schweiß hat ſich gelohnt.

Der Geſamtertrag an Heu und Emd pro Hektar in Kilo⸗ gramm ſtellte ſich in den beiden erſten Jahren, wie folgt:

Jahr I II III IV Klee Luzerne Kleegras Gras 1880 6 242 5 923 9 073 6 646 1881 10 862 11 099 12 012 4 620 Durchſchnitt: 8552 S311 10 522/ 5 633

Reſultat: Die Miſchſaat hat vor der Reinſaat den Vorzug. Für dieſen Satz brachte der Verſuch noch einen andern, unerwarteten Beweis. Die Reinſaat unter I und II verwandelte ſich im zweiten Jahre durch wildwachſendes Gras, und die Reinſaat unter IV verwandelte ſich im dritten Jahre durch wild⸗ wachſenden Klee in Miſchſaat. Daraus erhellt: Man mag ſäen, was man will, die Natur erzeugt Kleegras.

Durch eine möglichſt genaue Aufnahme der Beſtände auf Natur⸗ und Kunſtwieſen, die ich Jahr für Jahr mit den Stu⸗