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Wartung und Haltung, Waſchmethoden. 51
werden namentlich an der Südſeite des Stalles in reichlicher Anzahl, 0,78— 0,98 m groß, 2,2— 2,5 m über dem Fußboden hoch angelegt. Als Fütterungsvorrichtungen verwende man Lang⸗ oder Rundraufen, die gewöhnliche Länge einer(Lang⸗) Raufe beträgt 1,88— 2,50 m, die Entfernung der Sproſſen voneinander 10,4 cm. An Raufenraum erfordert ein Mutter⸗ ſchaf oder Hammel 0,39 m, ein Jährling 0,31 m, ein Lamm bis 4 Monate alt 15,7— 21 cm; an Futterbodenraum rechnet man für die Monate von Oktober bis Mai für jedes Schaf durchſchnittlich 100 kg Heu, mithin 1,236 cbm Bodenraum.
In dem Stall ſoll Ruhe herrſchen, weil plötzlich aus⸗ brechender Lärm die Schafe erſchreckt. Man trennt hier die Herden gewöhnlich nach Müttern und Böcken; eine Schei⸗ dung der Mütter erſcheint erſt bei vorgeſchrittener Trächtig⸗ keit und in dem Stadium der Säugung durch die veränderte Art der Fütterung und die ſchonende Behandlung geboten. Unter den Lämmern trenne man die ſchwächlichen von den ſtärkeren; in der Bockherde ſtelle man die Sprungböcke in eine große Boxe, nicht in einen Winkel des Stalles; die Hammel ſind getrennt zu halten! Die Schafherden nach Jahr⸗ gängen zu ſondern, iſt gleichfalls von Vorteil. Das Schaf verlangt zum Stehen und Liegen trockenen Grund; weich braucht ſeine Lagerſtätte nicht zu ſein. Dieſelbe wird mit Stroh reichlich bedeckt, da täglich ⅛— ½¼ kg dazu ver⸗ wendet wird; ſind die Schafe nur bei Nacht im Stalle, ſo genügt ¼ Pfund pro Kopf. Kann dieſes Quantum Stroh geſtreut werden und iſt der Stall breit genug, ſo darf die auf dem Boden anwachſende Dungſchicht zwei bis drei Monate lang liegen bleiben; fehlt es an Stroh und erwärmt ſich die Dungſchicht, ſo iſt der Dünger früher herauszuſchaffen. Auf der Weide iſt beim Hüten auf Klee und Luzerne Vorſicht an⸗ zuwenden; naſſe, ſumpfige Wieſen ſind zu meiden; ſchädlich iſt auch zu große Hitze und das Durchnäſſen des Pelzes. Das Naßwerden der Schafe ſoll nicht ſo ängſtlich genommen werden; leichte Sprühregen ſchaden nichts, namentlich nicht engliſchen Raſſen; mit Tau noch benetzte Wieſen ſind freilich zu meiden. Das Tränken des Schafes ſollte nur einmal geſchehen. Die Wolle wird entweder ſchwarz geſchoren, d. h. im Schmutz vom Schafe abgeſchoren, und man verkauft dieſe ungewaſchen. Dieſe Wolle ſetzt ſich aus Fettſchweiß, Woll⸗
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