Druckschrift 
Johnes Gesundheitspflege der landwirtschaftlichen Haussäugetiere : mit besonderer Berücksichtigung der Fütterungslehre
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ahr au

ett ſei 1 e

)

kuloſe

Haupe dehnten in auch nzucht fändig it ſic ſoliet dunſt daubt⸗ or der pfalls Hliegt,

weiſt.

der

den ar iſt, jede deres ziert bis zu zerung viſchen hereits gefahr im be⸗ jähr⸗ ind der

wendet

Atnung t wid, ut ſid der Ab⸗ t Nich nde it ſähric emüſſn

Aube⸗ 8, Le⸗ Etudium

Naturgemäßer Gebrauch. 207

c) Durch Kräftigung der Konſtitution, welche auch in einem ſchon infizierten Stalle der Ausbreitung der Tuberkuloſe, ſowie dem Auf⸗ treten anderer Erkrankungen, in etwas entgegen zu treten geeignet iſt. Eine ſolche Kräftigung der Konſtitution wird erreicht:

Durch täglich wenigſtens mehrſtündige Bewegung in freier, ſauer⸗ ſtoffreicher Luft, innerhalb von Tummelplätzen(S. 159) oder auf Weiden (S. 162);

durch einen allen hygieniſchen Anforderungen entſprechenden Stall (S. 123);

durch entſprechende Fütterung(S. 65 und Tabelle B);

durch allmähliches Trockenſtehenlaſſen der Kühe 46 Wochen vor der Geburt.

3. Bei der Benutzung der Tiere zu Maſtzwecken.

Die Fleiſch⸗ und Fettproduktion ſetzt, wie ſchon früher(S. 77) ent⸗ wickelt wurde, eine durch möglichſte Beſchränkung der Bewegung und Ab⸗ haltung der Sinnesreize durch Aufenthalt in einem etwas verdunkelten, warmen Stalle(wohl ſeltener durch die kaum mehr ausgeführten zeit⸗ weiligen Aderläſſe) zu erreichende Herabſetzung des Stoffverbrauches voraus, beeinträchtigt alſo die allem geſunden Leben zu Grunde liegenden Prozeſſe in ſo erheblicher Weiſe, daß von vornherein die Maſtung vom Stand⸗ punkt der Geſundheitspflege nicht als ein geſunder Zuſtand bezeichnet werden kann. Wir ſehen daher thatſächlich während derſelben eine Reihe von Folgezuſtänden eintreten, deren Verhütung Aufgabe der Geſundheits⸗ pflege ſein muß.

Vor allem beobachtet man als Begleiterſcheinung der allgemeinen Schwächung auch eine ſolche der Muskulatur des Verdauungsapparates, infolge deren die Bewegungen desſelben träger, ſeine Sekretionen geringer werden. Daher treten nicht ſelten Verdauungsſtörungen auf, die ſich durch Verſtopfungen, Aufblähen, ſeltener durch Durchfälle zu erkennen geben. Eine ſorgfältige Regelung der Fütterung, deren Zuſammenſetzung die Tabellen A und B des Anhanges in genügender Weiſe zeigen, vor allem Verteilung des täglichen Futterquantums auf 34 Mahlzeiten, Verabreichung kalten, oder mindeſtens nur überſchlagenen Getränkes zur Anregung der Magen⸗- und Darmthätigkeit, ſorgfältige Hautpflege, Reinlich⸗ keit ꝛc. ſind diejenigen Hilfsmittel, welche ſich hiergegen nützlich erweiſen.

Eine beſondere Beachtung erfordert der Umſtand, daß bei Schweinen infolge der ſtarken Fettentwicklung im Unterhautbindegewebe die Wärme⸗ ausſtrahlung vermindert und um ſo mehr erſchwert wird, je höher die Außentemperatur iſt. Die Gefahr einer inneren Ueberhitzung(Hitzſchlag) liegt daher bei ſehr fetten Schweinen bedenklich nahe. Es macht ſich in ſolchen Fällen daher nötig, für Abkühlung des Stalles oder dafür zu ſorgen, daß die Schweine auf ihren Tummelplätzen Gelegenheit zum Schwemmen(S. 174) haben, oder daß ſie täglich mindeſtens einmal

mit kaltem Waſſer begoſſen werden.