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Johnes Gesundheitspflege der landwirtschaftlichen Haussäugetiere : mit besonderer Berücksichtigung der Fütterungslehre
Entstehung
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206 Abhaltung der äußeren Krankheitsurſachen. e Da der Landwirt im ökonomiſchen Intereſſe trotz dieſer Gefahr auf ſſon möglichſt hohe Milchnutzung bedacht ſein muß, ſo wird er beſtrebt ſein rmen müſſen, der drohenden Gefahr in geeigneter Weiſe entgegen zu wirken. Bis ine ſo zu einem gewiſſen Grade kann dies in folgender Weiſe geſchehen*): du a) Durch Vermeidung der Einſchleppung der Tuberkuloſe offtei in einen tuberkuloſefreien Stall. 5. 167 Daß dies bei der Bekämpfung der Tuberkuloſe thatſächlich die Haupt⸗ er ſache iſt, geht aus der Thatſache hervor, daß Bang bei ſeinen ausgedehnten 5 193 hierauf gerichteten Unterſuchungen in Dänemark thatſächlich eine, wenn auch 6 1 kleine Anzahl von Ställen gefunden hat, welche trotz der durch Inzucht, du hochgeſteigerte Milchproduktion ꝛc. hervorgerufenen Dispoſition vollſtändig dur frei von Tuberkuloſe waren. Die Vermeidung der Einſchleppung läßt ſich der Geb dadurch ermöglichen, daß man neu angekaufte Tiere durch 4 Wochen iſoliert in einem beſonderen Stalle aufſtellt und etwa 8 14 Tage nach der Ankunft mit Tuberkulin impfen läßt. Nur dann darf eine ſolche Kuh in den Haupt⸗ d ſtall kommen, wenn ſie bei einer Temperatur von bis zu 39,5°C vor der üt g Impfung nach derſelben keine Temperaturſteigerung über 40° C, oder falls vitl der höchſte Temperaturſtand nach der Injektion zwiſchen 39,5 und 40°C liegt, haltung keine Steigerung über 1 zeigt, ſich hierdurch alſo als tuberkuloſefrei erweiſt. varen b) In bereits infizierten Ställen durch Verhütung der weligen Anſteckung von Tier zu Tier. Dieſe wird erreicht: bkeeintr 1. Durch ſorgfältige Trennung der kranken Kühe von den ſnſſoe geſunden, entweder in beſonderen Ställen, oder wo dies undurchführbar iſt, Wunt in beſonderen, durch vollſtändig dicht abſchließende Verſchläge ohne jede Hderden Kommunikation getrennten Stallabteilungen, und durch beſonderes lum 7 Warteperſonal für die geſunden und die infizierten Tiere. Als infiziert ſ 5 haben alle Kühe zu gelten, welche bei einer Temperatur von bis zu pſlege 39,5°C vor der Tuberkulinimpfung nach derſelben eine Temperaturſteigerung T über 40°, oder wenn der höchſte Temperaturſtand nach der Injektion zwiſchen Schwa 39,5 40° liegt, keine Steigerung über 10 G nachweiſen laſſen. Alle bereits inilge hochgradig abgemagerten Tiere, welche eine große Allgemeingefahr weden für andere Kühe und für Menſchen bieten, ſind unbedingt in einem be⸗ ut ſonderen Stalle zu iſolieren und thunlichſt raſch abzuſchlachten. Durch jähr⸗ duuch; lich wiederholte Tuberkulinimpfungen iſt der Geſundheitszuſtand der peben Kühe in der geſunden Stallabteilung fortgeſetzt zu kontrollieren. die Ta 2. Von den infizierten Kühen dürfen nur ſ olche zur Zucht verwendet allem werden, welche ſich noch im guten Ernährungszuſtande befinden. NVNerabr 3. Da die Tuberkuloſe in der Hauptſache durch Anſteckung(Atmung NLArregu oder Milchgenuß) von Tier zu Tier, ſelten durch Vererbung verbreitet wird, keit ſo ſind alle neugeborenen Kälber, ſoweit dieſelben zur Zucht beſtimmt ſind, 24 Stunden nach der Geburt von der Mutter zu trennen, und in der Ab⸗ K teilung für geſunde Tiere unterzubringen. Hier dürfen ſie nur mit Milch infolge ernährt werden, welche vorher durch Erhitzen auf 800 C ſteriliſiert worden iſt. uöſtrah Auch der Geſundheitszuſtand derartigen Jungviehes iſt mindeſtens jährlich Außent einmal durch Tuberkulinimpfung zu kontrollieren. Reagierende Tiere müſſen ngt d ſofort in die Krankenabteilung gebracht werden. olcen *) Es ſei hierbei auf die hochintereſſante Arbeit von A. Eber, Tuber⸗ ſorgen, kulinprobe und Tuberkuloſebekämpfung beim Rindvieh(Berlin, 1898, Ver⸗ Schwen lagsbuchhandlung Paul Parey) aufmerkſam gemacht und deren Studium znit kat den Landwirten angelegentlichſt empfohlen.