Fig. 19. Einſiedlerbandwurm(Paenia solium) des Menſchen. a der mit einem Hakenkranz und vier Saugnäpfen bewaffnete Kopf nebſt d. daranſitzenden Halſe; b Gieder; e ein Ei(ca. 30 Vergr.) desſ. L.
Aeußere Krankheitsurſachen.
dauung des Fleiſches frei, ſtülpen ihre bis bahin in die Blaſe zurückgezogene Kopf⸗ anlage aus(Fig. 15), ſaugen oder haken ſich an der Darmſchleimhaut feſt, und ver⸗ lieren nun ihre am hinteren Ende des Halſes befindliche Schwanzblaſe. Der Hals hin⸗ gegen wächſt fortgeſetzt in die Länge und aus ihm ent⸗ ſtehen durch Querabſchnürungen
(Fig. 16) immer neue Einzel⸗
tiere. Indem dieſe allmählich nach hinten geſchoben werden,
wachſen und geſchlechtsreife
Zwittertiere werden, entſteht allmählich eine bandförmige Kolonie von aneinander hän⸗ genden, geſchlechtsreifen Einzel⸗ tieren(Fig. 17), der Band⸗ wurm. Innerhalb dieſer Ge⸗ ſchlechtstiere, den einzelnen
Gliedern, entwickeln ſich nun auf geſchlechtlichem Wege eine große Menge von Eiern(ſ. Fig. 19 c), welche ſich in der mehr oder weniger ver⸗
zweigten Gebärmutter der reifen Einzeltiere(Glieder, ſ. Fig. 17) anhäufen. Letztere gehen nach vollendeter Entwicklung allmäh⸗ lich mit dem Kote ab. Werden ſie dann von einem neuen Wirt mit der Nahrung auf⸗ genommen, ſo werden ſie im Magen verdaut, ebenſo die Schale der in ihnen enthaltenen Eier, und die kleinen in dem⸗ ſelben enthaltenen ſechshakigen Embryonen(Fig. 18) gelangen in den Darm. Nachdem ſie die Wandung desſelben durchbohrt haben, wandern ſie in das Gewebe ihres neuen Wirtes ein, um ſich dort wieder in die geſchlechtsloſe Ammenform zu verwandeln.— Während die im Darme lebenden Bandwürmer
8 Fig. 20. Ein Stück Muskelfleiſch v. Schwein m. zahl⸗ reichen Finnen(Cysticercus cellulosae). ⅓ nat. Gr.
vor zum bei
wü dadl und vor wick fauſ


