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Tieriſche und pflanzliche Paraſiten. 15 gewiſſen Einwirkungen der Außenwelt auf den Tierkörper, den ſogen. Lebensreizen oder äußeren Lebensbedingungen. Es wurde S. 4 weiter auseinandergeſetzt, daß, ſolange dieſe Lebensbedingungen in gewiſſen Grenzen auf den Organismus einwirkten, oder ſolange deſſen regu⸗ latoriſche Einrichtungen imſtande ſeien, abgeänderte äußere Lebens⸗ bedingungen abzuwehren oder ihre, die Lebensprozeſſe ſtörende Wirkung auf den Organismus abzuſchwächen oder aufzuheben, das Tier geſund bleibe, unter entgegengeſetzten Verhältniſſen aber erkranke.
Als äußere Krankheitsurſachen ſind daher alle von außen auf das Tier einwirkenden Verhältniſſe ſeiner Umgebung zu betrachten, welche ſeine Lebensvorgänge(S. 1) zu ſtören geeignet ſind.— Als ſolche kommen folgende in Betracht.
I. Fieriſche und pflanzliche Paraſiten.
Unter den Tieren und Pflanzen giebt es eine Anzahl von Arten, welche in oder auf anderen Tieren bezw. Pflanzen zu leben vermögen, von denſelben Nahrung und Wohnung beziehen und durch ihre Lebens— vorgänge gewiſſe Erkrankungen ihrer Wirte zu erzeugen vermögen. Sie werden als tieriſche und pflanzliche Paraſiten oder Schmarotzer bezeichnet.
Andere tieriſche oder pflanzliche Lebeweſen beſitzen dieſe Fähigkeit, als Paraſiten im Körper eines anderen Tieres weiter zu leben, zu ſchmarotzen, nicht. Sie gehen zu Grunde, wenn ſie mit der Atmungs⸗ luft oder mit Nahrung und Getränk von einem ſolchen aufgenommen worden ſind. Trotz alledem können ſie aber durch ihren Gehalt an gewiſſen chemiſchen Stoffen oder ihre phyſikaliſche Beſchaffenheit zur Krankheits⸗ urſache werden. Man bezeichnet ſie aber in dieſem Falle nur als tieriſche oder pflanzliche Verunreinigungen.
1. die tieriſchen Paraſiten.
Man verſteht hierunter auf niederen Stufen der Entwicklung ſtehende Tiere, welche in(Entoparaſiten) oder auf(Ektoparaſiten) dem Körper anderer Tiere wohnen und ſich auf Koſten derſelben ernähren. Einzelne dieſer Paraſiten ſchmarotzen nur vorübergehend(temporäre Para⸗ ſiten) zum Zwecke der Befriedigung des Nahrungsbedürfniſſes(z. B. gewiſſe Ektoparaſiten: Mücken, Fliegen). Andere ſchmarotzen nur während gewiſſer Perioden ihres Lebens(periodiſcher Paraſitismus), wohin⸗ gegen ſie die übrige Zeit desſelben frei leben(z. B. die Larvenzuſtände ge⸗ wiſſer Inſekten); noch andere endlich ſchmarotzen während ihres ganzen Lebens(lebenslängliche Paraſiten), für ſie iſt der Tierkörper die unentbehrliche Heimſtätte für die ganze Dauer desſelben(z. B. Würmer, Räudemilben). Einzelne Paraſiten ſind hierbei nur auf eine beſtimmte Tiergattung, andere nur auf gewiſſe Tiergruppen angewieſen, welche durch die Art ihrer Ernährung etwas Gemeinſames haben(Fleiſch⸗, Pflanzen⸗


