10 Innere Krankheitsurſachen.
ſchlechten, geiſtigen und materiellen Eigenſchaften derſelben auf das junge Tier übertragen, vererbt werden können.
Die Ernährung des durch die Befruchtung erzeugten und im mütter⸗ lichen Uterus(Gebärmutter) bis zu ſeiner vollendeten Entwicklung verbleibenden Jungen(Fötus) wird in folgender Weiſe bewirkt. Das Junge iſt zunächſt von einer Anzahl blaſenförmiger, geſchloſſener und mit ſog. Fruchtwaſſer ge⸗ füllter Häute(Schafhaut= Amnion Fig. 5 k]), Harnhaut= Allantois(Fig. 51]
Fig. 5. Eihäute und Blutkreislauf(Placentarkreislauf) des Kalbsfötus(ſchematiſch).
und Lederhaut= Chorion(Fig. 5 i])) umgeben, welche als Eihäute(nach Ausſtoßung des Jungen bei der Geburt als Nachgeburt) bezeichnet werden. Die Oberfläche der äußerſten Haut(des Chorions) iſt von einer großen Anzahl in verſchiedener Weiſe angeordneter feiner Zotten(Fig. 5 eee) bedeckt, welche entweder gleichmäßig über die ganze Oberfläche des Eies (beim Pferd bezw. auch Schwein) verteilt oder zu einer Anzahl kleiner rund⸗ licher Inſeln vereinigt(bei den Wiedertäuern, Fig. 5) oder gürtelförmig (bei den Fleiſchfreſſern, Fig. 6, Placenta zonaria) oder ſcheibenförmig(beim Menſchen) gruppiert ſind. Dieſe Zottenwucherungen werden in ihrer Geſamt⸗
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