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Johnes Gesundheitspflege der landwirtschaftlichen Haussäugetiere : mit besonderer Berücksichtigung der Fütterungslehre
Entstehung
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Innere Krankheitsurſachen. 11

heit als Fruchtkuchen(Placenta foetalis, Fig 7A) bezeichnet. Jede dieſer Zotten enthält im Innern ein Netz feiner Blutgefäße(Fig. 7a) und iſt an ihrer Oberfläche von einer einfachen Zellenſchicht bedeckt(Fig 7).

Die Verbindung des Eies(d. h. des Jungen ſamt den umgebenden Eihäuten) mit der Innenfläche der Gebärmutter des Muttertieres wird dadurch bewirkt, daß die Zotten an der Oberfläche desſelben in bereits vorgebildete oder in neugebildete ſchlauch⸗ förmige, ebenfalls mit einer einfachen Zellen⸗ ſchicht(Fig. 7 c) aus⸗ gekleidete Vertiefungen Gleᷣles, der nach der Befruch⸗ iende tung blut⸗ und ſaft⸗ reicher und daher et⸗ was dicker gewordenen Schleimhaut der Ge⸗ Placenta Loaarnea, bärmutter hinein wach⸗. ſen(Fig. 7). Soweit Zmnlon letztere dieſe Verände⸗ Fig. 6. Hundefötus mit Eihäuten gegen das Ende der Trächtig⸗ rungen zeigt und mit keit, ca. natürl. Größe. dem Fruchtkuchen in Verbindung tritt, wird ſie als Mutterkuchen(Placenta materna, Fig. 7B) beseichnet Die Form des letzteren entſpricht immer der des Fruchtkuchens (ſ. oben).

Die Ernährung des ſich im Ei entwickelnden Jungen(Fötus) er⸗ folgt nun in der Weiſe, daß die hierzu erforderlichen Nährſtoffe, ſowie der zur Zerlegung(Oxydation) derſelben nötige Sauerſtoff(S. 1) mit dem Blutſtrom dem Blutgefäßnetz zugeführt werden, welches die in der Schleim⸗ haut der Gebärmutter enthaltenen ſchlauchförmigen(die Zotten des Frucht⸗ kuchens umſchließenden) Vertiefungen von außen dicht umſpinnt(Fig. 7 b). Sie treten dann durch die Wandung dieſer Blutgefäße hindurch, durch⸗ dringen den doppelten Zellenbelag, welcher einerſeits die Innenfläche der bezeichnenden Vertiefungen, andererſeits die Außenfläche der Zotten bedeckt (Fig. 7 cc), und gelangen dann durch die Wandung des in letzteren ent⸗ haltenen Gefäßnetzes in das dieſes durchſtrömende Blut des Jungen. Das mit neuen Nährſtoffen und mit Sauerſtoff geſättigte Blut ſtrömt nun in den zwiſchen den verſchiedenen Eihäuten gelegenen Verzweigungen der Nabelvene (Fig. 5 5), welche ſich ſchließlich in einen im Nabelſtrang liegenden Hauptſtamm (Fig. 5g) vereinigen, in den Leib des Fötus zurück, durchſtrömt deſſen Leber (Fig. 5 0), gelangt durch die hintere Hohlvene h in die rechte Herzvorkammer und von dort durch eine nur beim Fötus vorhandene Oeffnung in die Scheide⸗ wand zwiſchen der rechten und linken Herzvorkammer(mit Umgehung der Lunge, welche ja noch nicht atmen kann) in die linke Herzvorkammer. Von hier ſtrömt das Blut des Fötus in die große Körperpulsader bezw. in den hinteren Hauptſtamm der letzteren(hintere Aorta(Fig. 5 b)), von welcher aus es durch zwei ſtarke, links und rechts von der fötalen Harnblaſe(Fig. 5m) gelegenen ebenfalls nur beim Fötus vorhandene Blutgefäße, die ſog. Nabel⸗ arterien(Fig. 5 c), beladen mit den Stoffwechſelprodukten des Fötus, wieder den Eihäuten und den Zottengefäßen des Fruchtkuchens zugeführt wird. Durch letztere treten die im Blute enthaltenen Stoffwechſelprodukte des Fötus