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Innere Krankheitsurſachen. 7
artung oder Degeneration der Raſſe. Iſt der Organismus der
importierten Tiere nicht imſtande, ſich den veränderten Lebens⸗
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bedingungen anzupaſſen, weil dieſelben zu verſchieden von den Lebens⸗ verhältniſſen ihrer Heimat ſind, ſo gehen dieſelben oder ihre Nach⸗ kommen allmählich zu Grunde, die Raſſe ſtirbt aus. So lehrt die Erfahrung, daß unter ſolchen Verhältniſſen die weiblichen Tiere ſchwer aufnehmen, verwerfen und ſchließlich gar nicht mehr befruchtet werden, daß Infektionskrankheiten, beſonders Tuberkuloſe, gerade ſolche im— portierte Tiere häufiger heimſucht dc.
Gpexieller Teil.
I. Die Krankheitsurſachen.
Wollen wir die Tiere vor Krankheit ſchützen, ſo müſſen wir die Urſachen der letzteren von denſelben abhalten; um dies zu ermöglichen, müſſen wir aber vor allem die Urſachen der Krankheit kennen. Die Lehre von den Krankheitsurſachen(Aetiologie) iſt daher die wichtigſte Grundlage der Geſundheitspflege.— Man unter⸗
ſcheidet innere und äußere Krankheitsurſachen.
A. Innere Rrankheitsurſachen.
Es iſt bekannt, daß nach der Einwirkung einer gewiſſen, eine größere Anzahl von Tieren treffenden Geſundheitsſchädlichkeit nicht jedes derſelben erkrankt, bezw. gleich ſchwer erkrankt. Wie aus dem oben Geſagten hervorgeht, beruht dieſe auffallende Thatſache weſentlich auf der bei den verſchiedenen Individuen mehr oder weniger entwickelten Fähigkeit, die von außen das Individuum treffenden Schädlichkeiten ganz oder teilweiſe abzuwehren oder unſchädlich zu machen. Je voll⸗ kommener beides erfolgt, oder je widerſtandsfähiger, wie man ſich auszudrücken pflegt, das Individuum iſt, umſo geringer wird für dasſelbe die Gefahr ſein, zu erkranken; ja es giebt Individuen, die trotz der Einwirkung intenſiver Schädlichkeiten, welche die gleichzeitige Erkrankung von Hunderten und Tauſenden anderer bedingen können, nicht erkranken oder, wie man ſagt, immun ſind.
Umgekehrt hingegen ſehen wir, daß andere Individuen nach Ein⸗ wirkung der äußeren Schädlichkeiten ganz außerordentlich leicht erkranken, geradezu eine beſondere Neigung zum Krankwerden, eine ſogenannte


