14 I. Die landwirtſchaftlichen Betriebsmittel.
Flächen und in kleinen oder mittelgroßen Wirtſchaften betrieben, zuweilen auch in Gärten. Die Kultur der Handelsgewächſe iſt ſchon eine gartenähnliche. Nach der Bodenſtatiſtik von 1893 beanſpruchten alle Handelsgewächſe zuſammen nur 0,99% der Acker⸗ und Gartenfläche.
Es kamen alſo im Deutſchen Reich: der Acker⸗ und Gartenfläche 1. auf die mehlhaltigen Körnerfrüchte.. 60,94% 2.„„ Wurzelgewächſe...... 16,15„ 3.„„ Futterpflanzen und die Ackerweide 14,21„ 4.„„ Handels⸗ und Gewerbspflanzen 0,99„
zuſammen 92,29%, ferner: 5. auf die Brache....... 5,91„ 6. auf Haus⸗ und Obſtgärten..... 1,80„ Summa Summarum 100,00%.
Wenngleich die Zahl der überhaupt gebauten Kulturgewächſe eine ſehr große iſt, ſo ſind es doch nur wenige, deren Anbau auf einen erheblichen Teil des Ackerlandes ſich erſtreckt. Unter allen ſind es bloß ſechs, die mehr als 5% desſelben einnehmen
und zwar: 1. Roggen mit 22,93% der Acker⸗ und Gartenfläche, 2. Hafer„ 14,88„„„„„ 3. Kartoffeln„ 11,57„„„„„ 4. Weizen)„ 9,14„„„„„ 5. Klee**)„ 6,65 F„ fr 1 27 6. Gerſte„ 6,20„„„„
zuſammen 71,37% der Acker⸗ und Gartenfläche.
Da nach Abzug der Brache nur rund 94% der vorhandenen Acker⸗ und Gartenfläche wirklich beſtellt werden, ſo nehmen jene ſechs Gewächſe von dem benutzten Areal allein über drei Viertel in Anſpruch und darunter der Roggen allein nahezu ein Viertel***).
*) Einſchließlich Spelz, Emmer und Einkorn. **) Ausſchließlich Luzerne, Eſparſette und Ackerweide.
***) Nähere Angaben über die Benutzung des Ackerlandes finden ſich in der Anbau⸗, Forſt⸗ und Ernteſtatiſtik für das Jahr 1893. Berlin 1894, Sr. IV, 136 ff. Ferner in meinem Handbuch der landwirt⸗
ſchaftlichen Betriebslehre, 2. Aufl., S. 36— 51 und S. 110—112.


