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Praktische Bodenkunde : Anleitung zur Untersuchung, Klassifikation und Kartierung des Bodens / von Anton Nowacki
Entstehung
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Humusböden. 185

dan Als ſelbſtändige Bodenart finden wir den Grashumus namentlich in den breiten und flachen Flußtälern der Ebene, wo⸗ dun ſelbſt die feuchte, aber nicht ſumpfige Lage ein üppiges Wachstum nißſnn voornehmlich von Süßgräſern hervorruft, die abſterbend und ver⸗ un in modernd und immer von neuem entſtehend zur Bildung des Gras⸗ füt u humus Veranlaſſung werden. 3 gi in Überdeckt dabei das Waſſer, indem es bei ſtarken Regengüſſen u din von den benachbarten Hängen herabſtürzt oder bei Hochfluten über elliſe die Ufer des Fluſſes tritt, die Talfläche mit Schlamm oder Schlick, ger, l der, eine Vegetation nach der andern begrabend, ſich dem Pflanzen⸗ lic h nmnaoder beimengt, ſo kommt im Laufe der Jahrhunderte die Ab⸗ 1 lagerung eines bald ſandigen, bald lehmigen, bald tonigen, bald ter mh mergeligen oder kalkigen Humusbodens zuſtande. Bei dieſem Pro⸗ deſſ zeſſe, der ſich ſehr verſchiedenartig geſtalten kann, werden Übergänge den ni zu anderen Bodenarten vorkommen, z. B. zu humoſem Sand⸗, zu (Ve. humoſem Lehm⸗, zu humoſem Tonboden uff., von denen in den ab⸗ tyflenn gehandelten Hauptgruppen bereits die Rede geweſen iſt.

er one Zugleich erhellt, daß die Bodenart, mit der wir es jetzt zu tun haben, der Grashumusboden, je nach den mineraliſchen Bei⸗ mengungen zahlreiche Schattierungen oder Abſtufungen in der Zu⸗ ſammenſetzung aufweiſen wird, die wir der Überſichtlichkeit und Kürze

Garter wegen im einzelnen hier nicht näher berückſichtigen.

ündereer Eine zu weit gehende Spezialiſierung iſt hier um ſo weniger dehnn nötig, als alle hierher gehörigen Bodenvarietäten das Gemeinſame enzupoh haben, daß ſie ihres hohen Humusgehaltes und ihrer feuchten Lage cloſere wegen ſich vorzüglich zur Gras⸗ oder Wieſennutzung eignen. ehr u Es gibt Naturwieſen auf dem milden Grashumusboden, die ſeit der Ait Menſchengedenken reiche Erträge geliefert haben und noch immer ie Kune liefern, ohne daß jemals eine Düngung eintrat. Das Waſſer, das von D von Zeit zu Zeit, meiſt ohne Zutun des Menſchen, die Wieſen über⸗ eSüih flutet, macht die Düngung überflüſſig. Nur dort, wo im Intereſſe üütm der Schiffahrt und oft zum Schaden der Landwirtſchaft die Flüſſe nuötcdet korrigiert, d. h. gerade gelegt werden, da nimmt mit dem Nach⸗ lboden. laſſen der Überflutungen auch der Ertrag der Wieſen ab. Soll die d, un Landwirtſchaft hierbei nicht zu kurz kommen, ſo muß bei der Fluß⸗ dunu⸗ korrektion, die gleichbedeutend iſt mit Entwäſſerung, auf künſtliche

Bewäſſerung Bedacht genommen werden.

lſeuf d 3 Das Futter, das auf derartigen Talwieſen wächſt, hat aller⸗