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Praktische Bodenkunde : Anleitung zur Untersuchung, Klassifikation und Kartierung des Bodens / von Anton Nowacki
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Kalkböden. 181

Als Waldland benutzt, bringt der humoſe Kalkboden Buchen

und Eſchen von unübertrefflicher Schönheit hervor.

Für dieſen Zweck eignet er ſich in der Regel am beſten. Denn obwohl er, in Ackerland umgewandelt, anfänglich reiche Ernten an Eſparſette, Luzerne, Rotklee, Wicken, Erbſen, Bohnen, Weizen, Spelz uſw. zu liefern pflegt, ſo nimmt die Fruchtbarkeit mit dem Verſchwinden des Humus doch bald ab, ſo daß ſich, wenn nicht

große Düngermaſſen zur Verfügung ſtehen, die Rückkehr zur Wald⸗

kultur oder zur Weidenutzung als notwendig erweiſt.

2. Klaſſe: Toniger Kalkboden.

Enrhält neben dem Kalk 30 50% Ton, durch den die Hitzig⸗

keit und Tätigkeit gemäßigt wird. Bringt freiwillig viele Kleearten und gute Gräſer hervor, trägt, wie die vorige Klaſſe, ſchöne Buchen⸗ waldungen und eignet ſich, ähnlich wie der gemeine Tonmergelboden, vornehmlich zum Anbau von Luzerne, Klee, Eſper, Kleegrasgemenge, Bohnen, Raps, Weizen, Spelz und Einkorn.,

Auch für den Rebbau bildet jer unter paſſenden klimatiſchen Verhältniſſen eine gute Unterlage.

3. Klaſſe: Lehmiger Kalkboden.

Enthält neben dem Kalk, der zum Teil im erdigen, zum Teil im ſteinigen Zuſtande vorkommt, 30 50% Lehm, d. i. Ton mit Sand gemengt, und wird dadurch zu einem warmen, lockeren und mäßig feuchten Boden. Sein Verhalten gegen die Pflanzen iſt ähnlich, jedoch nicht ganz ſo günſtig, wie das des gemeinen Lehm⸗ mergelbodens, in den er auch übergeht.

4. Klaſſe: Sandiger und grandiger Kalkboden. Enthält neben dem Kalk 15 20% Quarzgeſtein in feinerem oder gröberem Korn. Hitzig und dürftig. Eignet ſich meiſt nür zur Schafweide oder zur Holzzucht(Föhren und Lärchen). Von landwirtſchaftlichen Kulturpflanzen trägt er allenfalls Eſparſette und

MWundklee.

5. Klaſſe: Steiniger Kalkboden. Größere und kleinere Stücke von Kalkſtein bilden den Haupt⸗

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