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Praktische Bodenkunde : Anleitung zur Untersuchung, Klassifikation und Kartierung des Bodens / von Anton Nowacki
Entstehung
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Die Bodenarten.

Stengelloſe Eberwurz, Carlina acaulis. Frauenſchuh, Cypripedium Calceolus. Enzian, Gentiana ciliata und G. cruciata. Gelber Wau, Reseda lutea. Frühlings⸗Adonis, Adonis vernalis. Feuerrote Adonis, Adonis flammeus. Pfingſtröschen, Rosa cinnamomea(auch in Gärten). Weinroſe, Rosa rubiginosa.

Sichelklee, Medicago falcata.

Roter Bergklee, Trifolium rubens.

Gelbweißer Klee, Trifolium ochroleucum. Lederbrauner Klee, Trifolium badium.

Federgras, Stipa pennata.

Blaues Kammgras, Sesleria coerulea.

Federzwenke, Brachypodium pinnatum u. a. m.

Von den Waldbäumen zieht namentlich die Buche den kalk⸗ reichen Standort dem kalkarmen entſchieden vor. Ebenſo verhält es ſich mit dem Weißdorn.

Von den landwirtſchaftlichen Kulturpflanzen befinden ſich die ausdauernden, die durch ihre tiefgehenden Wurzeln befähigt ſind, die Feuchtigkeit aus dem Untergrunde heraufzuholen, auf dem Kalk⸗

boden am wohlſten. Das gilt insbeſondere von den kleeartigen

Pflanzen: Eſper, Luzerne, Rotklee, und anderen Schmetterlings⸗ blütlern. Jedoch gibt es unter dieſen auch einzelne Arten, denen der Kalkboden zuwider iſt, wie z. B. der gelben Lupine. Von anderen Pflanzenfamilien gedeihen gewiſſe Arten auf dem Kalkboden wenigſtens nicht ſonderlich. Dahin gehören Kartoffeln und Topinambur, Kohl⸗ rüben und Kohl, Lein und Hanf, Buchweizen und Spörgel. Auch dem Roggen und dem Hafer ſagt der Kalkboden weniger zu, als dem Weizen, dem Spelz, dem Einkorn und der Gerſte.

Die nähere Beurteilungsder Kalkbodenarten ergibt ſich aus der

Klaſſifikation, die wir nun folgen laſſen.

1. Klaſſe: Humoſer Kalkboden. Findet ſich namentlich in Wäldern der Kalkgebirge, wo der durch den Blattabfall uſw. entſtandene Humus ſich dem Kalkſchutt beimengt und eine Bodendecke von meiſt geringer Mächtigkeit bildet.