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Praktische Bodenkunde : Anleitung zur Untersuchung, Klassifikation und Kartierung des Bodens / von Anton Nowacki
Entstehung
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174 Die Bodenarten.

Auch Klee und Luzerne gedeihen bei einigem Kalkgehalt, werden aber leicht von Gras überwuchert, daher Kleegrasgemenge vorzuziehen.

In bezug auf die wildwachſenden Wieſengräſer gilt dasſelbe, was bei dem humoſen Lehmboden hervorgehoben worden iſt; auch der humoſe Tonboden iſt ein ausgezeichneter Wieſenboden.

2. Klaſſe: Kalkhaltiger Tonboden.

Bei der Salzſäureprobe deutlich, aber nicht ſtark und nicht an⸗ haltend aufbrauſend. Kalkgehalt 3 4%. Durch den Kalkgehalt tätiger und weniger zähe als der gemeine Tonboden. Steigt der Kalkgehalt auf 5% und darüber, ſo geht der kalkhaltige Tonboden über in Tonmergelboden.

Bei fleißiger Bearbeitung und guter Düngung trägt er die⸗ ſelben Gewächſe wie die 1. Klaſſe.

VVon den wildwachſenden Pflanzen iſt für den kalkhaltigen Ton⸗ boden charakteriſtiſch der Huflattich, Tussilago Farfara.

3. Klaſſe: Gemeiner Tonboden.

Gehalt an abſchlämmbarem Ton 60 75%. Weizen und Spelz ſicherer als Roggen; Hafer ſicherer, als Gerſte. Runkel⸗ und Kohl⸗ rüben viel ſicherer, als Kartoffeln.

Futtergräſer ſicherer, als Kleearten; von dieſen Rotklee, Weißklee und Baſtardklee ſicherer, als Luzerne und Eſper.

Die wildwachſenden Pflanzen, die den gemeinen Tonboden kennzeichnen, ſind, außer den Wieſengräſern, dieſelben Acker⸗ und Wieſenkräuter, die wir bereits bei dem gemeinen und bei dem ſchweren Lehmboden genannt haben.

Die bei dem gemeinen Lehmboden erwähnten Laub⸗ und Nadel⸗ hölzer gehen auch auf den Tonboden über.

4. Klaſſe: Strenger Tonboden.

Gehalt an abſchlämmbarem Ton 75 90%. Deshalb zäher und widerſpenſtiger, als der gemeine Tonboden. Leidet noch leichter von der Näſſe, als dieſer. Iſt oft auch eiſenſchüſſig.

Bearbeitung ſehr ſchwierig. Für erfolgreiche Kultur zeitweiſe

Brache nötig mit 12 Pflugfurchen vor Winter und 23 Furchen im folgenden Sommer. Futtergräſer, Hafer und Kohlrüben ſind hier die ſicherſten Ge⸗