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Tonböden. 173
kommen. Nähert ſich in ſeinen Eigenſchaften dem lehmigen Sand⸗, oder dem lehmigen Kies⸗, oder dem lehmigen Grusboden.
Roggen hier beſte Winterfrucht. Weizen und Spelz unſicherer. Gerſte und Hafer liefern nur mittelmäßige, in trockenen Jahren
ſchwache Erträge.
Kartoffeln vorzüglich. Auch Zuckerrüben noch leidlich, obwohl nicht ſehr ertragreich.
Zur Futtergewinnung Wickhafergemenge ſicherer, als Kleegras⸗ gemenge. Luzerne und Eſper gedeihen nur bei Mergelunterlage. Mähegräſer beſonders in trockenen Jahren viel unſicherer, als Weide⸗ gräſer im Gemiſch mit Weißklee angebaut.
IV. Hauptgruppe: Tonbodenarten. Durch den hohen Tongehalt, der über 50, meiſt über 60%
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beträgt, im feuchten Zuſtand klebrig, formbar und zähe, im trockenen
Zuſtand hart, feſt und dicht, oft mit Sprüngen oder Riſſen durch⸗ ſetzt. Gleichartig, homogen(vergl. S. 111). Bei der Salzſäure⸗ probe gar nicht, oder nicht ſtark aufbrauſend. Daher kalkarm, aber ſelten kalkfrei.
In den Flußtälern und auch im Hügel⸗ und Bergland ziemlich
häufig, jedoch ſeltener Obergrund als Untergrund bildend(Tongruben). Gewiſſe Arten ſehr fruchtbar, andere dagegen unfruchtbar. Das Nähere ergibt ſich aus der Beſchreibung der einzelnen Klaſſen.
1. Klaſſe: Reicher humoſer Tonboden. Schwarzer, meiſt tiefgründiger Tonboden. Gehalt an Humus zwiſchen 5 und 10%, ſelten höher. In Niederungen und Tal⸗ gründen, am Meeresſtrande, an Flußufern, in ausgetrockneten Meer⸗ und Seebecken. Marſchboden. Schwarzerde. Zuweilen der Über⸗ ſchwemmung ausgeſetzt.
Sehr fruchtbar. Düngung oft überflüſſig, wenigſtens für eine
lange Reihe von Jahren. Weizen, Raps, Pferdebohnen charakte⸗
riſtiſche Kulturpflanzen.(Weizenboden 1. Klaſſe.) Außerdem liefert
dieſer Boden hohe Erträge an Gerſte, Hafer, Mais, Hanf, Lein, Kohl u. a. Gewächſen. 1
Vorzüglich gedeihen auch die Futtergräſer. Manche der ſog.
Fettweiden gehören dieſem Boden an.


