168 Die Bodenarten.
Nelkenhafer, Avena caryophyllea. Sandriedgras, Carex arenaria. Steinpilz, Boletus edulis.
Einige andere Pflanzen der Sandbodenflora werden wir
bei der 6. Klaſſe der Sandbodenarten anführen.
5. Klaſſe: Naßkalter Sandboden.
Oft eiſenſchüſſig. Oft auch Raſeneiſenſtein im Untergrunde. Im Obergrunde oft ſauren oder auch kohligen, tauben Humus ent⸗ haltend. 1 Im Naturzuſtande zuweilen mit Erlen, im Kulturzuſtande zu⸗
weilen dicht mit Vogelmiere(Stellaria media) bewachſen. Für Kulturpflanzen unſicher. Durch Trockenlegung wird er ſehr verbeſſert. Röhrendrainage lohnt ſich jedoch meiſt nicht, weil der
Boden an und für ſich zu ſchlecht. Alſo offene Gräben. Sicherſte Gewächſe: Hafer, Lein, Spörgel und Futtergräſer
(Honig⸗ und Timothegras). Das Futter iſt hier aber wenig
nahrhaft.— Bei guter Düngung und Behandlung(Beet⸗ oder Dammkultur) trägt er Kohl und Kohlrüben, auch Winterrübſen und Roggen.
6. Klaſſe: Loſer Sandboden. Dünen⸗ und Flugſand, auch ſtaubiger, kohliger Sand(Bleiſand)
ſowie grob⸗ und feinkörniger reiner Sand(Streuſand, Seeſand)
gehören hierher.
Ackerbau rentiert hier nicht mehr, ſelbſt das Aufbringen der Föhrenſaat erfordert beſondere Vorkehrungen(vergl. S. 145). VVon den wenigen Pflanzen, die der Dünen⸗ und Flugſand freiwillig hervorbringt, und die auch künſtlich zu ſeiner Befeſtigung angebaut werden, ſind folgende erwähnenswert:
Sandhafer, Elymus arenarius. Sandrohr, Psamma oder Arundo arenaria. Sandſchmiele, Corynephorus oder Aira canescens.
Die Blätter und Halme dieſer drei Gräſer ſind ſo hart und unſchmackhaft, daß ſie ſowohl von zahmen wie von wilden Tieren verſchmäht werden.
Die unterſte Stufe des loſen Sandbodens wird in trockener Lage zur Wüſte. Derartiges Material läßt ſich zuweilen zur Glas⸗


