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Lehmböden.
fabrikation verwenden. Auch als Mauerſand zur Kalkmörtelbereitung
ſowie zu Zementarbeiten iſt es vortrefflich geeignet.
III. Hauptgruppe: Lehmbodenarten.
Gemenge von Sand und Ton, in denen der Sandgehalt zwiſchen
80 und 50%, der Tongehalt zwiſchen 20 und 50% wechſelt. Arm an Kalk, daher bei der Salzſäureprobe gar nicht oder nur ſchwach aufbrauſend. Bündig. Formbar. Rauh oder mager anzufühlen. In der Regel mit Steinen durchſetzt. In der Schweiz und den Nachbarländern ſehr verbreitet, be⸗ ſonders als obere Decke im Hügel⸗ und Berglande. Guter Acker⸗, Wieſen⸗, Weide⸗, Reb⸗ und Waldboden, natürlich
mit Abſtufungen in der Fruchtbarkeit. Nach der Ertragsfähigkeit
kann man die Lehmböden in folgende ſechs Klaſſen bringen:
1. Klaſſe: Milder humoſer Lehmboden.
Reichlich(5— 10%) milden und fruchtbaren Humus enthaltend; dadurch mürbe und locker. Ertragreich und ſicher. Doch zuweilen der Überſchwemmung ausgeſetzt.
Dieſer Boden trägt alle Gewächſe mit Ausnahme der eigent⸗ lichen Sandpflanzen..
Vorzüglich gedeihen Gerſte(Gerſtboden) und Zuckerrüben (Rübenboden).
Außerdem Raps, Weizen, Pferdebohnen und Hanf. Roggen, Kartoffeln und Erbſen beſſer in zweiter Tracht, als in friſchem Dünger.
Rotklee üppig, noch beſſer im Gemenge mit italieniſchem Rai⸗ gras zu ein⸗ oder zweijähriger Nutzung.
Futtergräſer, namentlich Knaulgras, engliſches, italieniſches
und franzöſiſches Raigras mit Rotklee, Baſtardklee und Luzerne
zu mehrjähriger Nutzung angebaut, liefern hohe Erträge, beſonders wenn der Untergrund Mergel enthält. Fehlt der Mergel(Kalk) im Untergrunde, ſo werden Luzerne und Klee unſicher, halten wenigſtens nicht lange aus.
Wie ſehr dieſe Bodenart das Wachstum der Gräſer begünſtigt, 8
zeigt der Umſtand, daß wir auf ihr außer den genannten die beſten anderen Wieſengräſer: Wieſenfuchsſchwanz, Wieſenſchwingel, Gold⸗ hafer, Kammgras, die Riſpengräſer u. a. wildwachſend in der
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üppigſten Entwicklung antreffen. In feuchter oder friſcher Lage iſt
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