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Praktische Bodenkunde : Anleitung zur Untersuchung, Klassifikation und Kartierung des Bodens / von Anton Nowacki
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8 166 Die Bodenarten.

Von anderen landwirtſchaftlichen Kulturpflanzen gedeihen bei genügender Trockenlegung und Düngung: Roggen, Hafer, Hirſe und Mais ſicherer, als Gerſte; Kartoffeln, Möhren, Kohl⸗ und Waſſerrüben ſicherer, als Runkelrüben; Rübſen ſicherer, als Raps. Bei reicher Düngung mit Natur⸗ und Kunſtdünger auch Kohl, Hopfen, Lein und Hanf. Kleearten und Hülſenfrüchte ſind im allgemeinen unſicher, von jenen noch am ſicherſten Baſtardklee und Sumpfſchoten⸗ klee im Gemenge mit Futtergräſern, die ſich für dieſen Boden vorzüglich eignen.

Ein häufiges und läſtiges Unkraut auf dem humoſen Sand⸗ boden iſt die Quecke, Triticum repens.

2. Klaſſe: Mergeliger Sandboden. Bei der Salzſäureprobe mehr oder weniger deutlich, aber nicht ſtark aufbrauſend. Kalkgehalt 2 4%. Etwas bündig, doch leicht zu bearbeiten. Tätig. Geſund. Ziemlich fruchtbar. Mäßige, aber

oft wiederholte Düngung ratſam und lohnend.

Hauptfrüchte: Roggen und Kartoffeln. Für Weizen zu leicht. In friſcher Lage, bei bündigem Untergrunde, gedeihen Gerſte und Hafer. Außerdem Erbſen, Wicken, Zuckerrüben, Möhren, Tabak u. a.

Futtergewächſe nicht ſehr ertragreich, aber von guter Qualität. Kleegras ſicherer als reiner Rotklee. Eſper und Luzerne kommen auch im Reinbeſtande fort.

Wildwachſend finden ſich auf dieſer Sandbodenart häufig Gelb⸗ klee, Medicago lupulina, und Brombeere, Rubus caesius, die man alsLeitpflanzen für mergeligen Boden betrachten kann.

3. Klaſſe: Lehmiger Sandboden.

Arm an Kalk, daher bei der Salzſäureprobe nicht aufbrauſend. Etwas bündig, läßt ſich aber nicht zu einer geſchloſſenen Kugel ballen, weil der Tongehalt nur 5 20% beträgt. Trotzdem können gewiſſe Varietäten des lehmigen Sandbodens, wenn ſie viel feinen Sand enthalten, bei lange anhaltender Dürre ſo erhärten, daß das Pflügen unmöglich iſt.

Trägt dieſelben Kulturpflanzen, wie die vorige Klaſſe, jedoch ſind Erbſen, Wicken, Rotklee, Eſper und Luzerne viel unſicherer, weil der Kalkgehalt zu gering. Für dieſe Pflanzen treten hier