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Sandböden. 165
Material für Straßen⸗ und Betonbauten. Fruchtbarkeit ſehr gering. In trockener Lage unbedingter Waldboden. In Flußtälern, der Überſchwemmung ausgeſetzt, oft mit Weiden bewachſen, daher auch zur Korbweidenkultur zu verwenden.
6. Klaſſe: Grandboden.
Gerölle von Senfkorngröße(1— 2 mm) bilden den Hauptbeſtand. Das übrige iſt Kies, grober und feiner Sand nebſt einer geringen Menge von Humus oder Ton.
Fruchtbarkeit ſehr gering. In trockener Lage unbedingter Wald⸗
boden(Föhre). In friſcher Lage kommen bei genügender Düngung
allenfalls Roggen, Lupinen und Kartoffeln fort. Die Flora des gemeinen Sandbodens S. 167 gilt auch für den Grandboden.
II. Hauptgruppe: Sandbodenarten.
Deutlich ſichtbare und fühlbare Körner unter 1 mm Größe bilden den Hauptbeſtand, über 80%. Die Körner ſind größtenteils Quarzſand. Feinerdige Teile(Ton, Kalk, Humus) ganz fehlend oder an Menge ſehr zurücktretend, unter 20%, meiſt unter 10%.
In der Schweiz in einigen Flußtälern(Aare, Rhone, Reuß, 3
Rhein) und im Untergrunde des Hügel⸗ und Berglandes vor⸗ kommend; als Kulturland nicht häufig, weil gewöhnlich von anderen beſſeren Bodenarten überdeckt. In anderen Gegenden, namentlich in Norddeutſchland, ſehr verbreitet.
Nach der Ertragsfähigkeit kann man die Sandböden in folgende
ſechs Klaſſen abteilen:
1. Klaſſe: Milder humoſer Sandboden.
So reichlich Humus enthaltend(5— 10%), daß der Boden im feuchten Zuſtande ſchwarz oder ſchwarzbraun, im trockenen Zuſtande dagegen grau erſcheint. Bei näherem Zuſehen erkennt man die weißen Körner von Quarzſand, die den Hauptbeſtand ausmachen. Auch kleine Schneckengehäuſe kommen hier häufig vor.
Dieſe Bodenart findet ſich als Aueboden an Flüſſen und Bächen. Daher meiſt feucht gelegen. Zuweilen der Überſchwemmung aus⸗ geſetzt, doch frei von ſtockender Näſſe.
Guter Wieſenboden. Das Gras enthält jedoch gar keine oder nur eine geringe Beimengung von Kleearten.


