164 Die Bodenarten.
daß ſich eine feuchte Bodenprobe in der Hand nicht ballen läßt.
Durch dieſes Kennzeichen zu unterſcheiden von ſteinigem Lehm und Lehmmergel, bei denen der Gehalt an Feinerde über 20% beträgt.
Auf Schutthalden in höheren und tieferen Lagen vorkommend. In feuchter Lage mäßig fruchtbar, doch meiſt auch nur als Weide⸗ und Waldland, zuweilen als Rebland zu nutzen. Auf lehmmergeligem
Grusboden gedeiht allenfalls Luzerne und Eſparſette.
3. Klaſſe: Reiner Grusboden. Sehr arm an Feinerde(unter 5%). Steile ſteinige Schutt⸗ halden. Fruchtbarkeit ſehr gering. Oft ganz kahl und wüſt. Brauchbar als Straßenſchotter.
II. Unterabteilung. Kies⸗ und Grandböden(Geröllböden). Kenntlich an der abgerundeten Geſtalt und geglätteten Oberfläche der Steine. Hierhin gehören Schwemmlands⸗ böden verſchiedener Art, bei denen die feinerdigen Teile ganz oder größtenteils fortgeſchwemmt, ſo daß in der Hauptſache nur größere und kleinere Gerölle zurückgeblieben ſind.
Meiſt in Flußtälern, doch auch im Hügel⸗ und Bergland häufig vorkommend. Oft von einer Schicht beſſeren Bodens über⸗ deckt, alſo den Untergrund bildend(Kiesgruben). 1
Im Anſchluß an die Grusböden bringen wir die Kies⸗ und
Grandböden in folgende drei Klaſſen:
4. Klaſſe: Lehmiger oder mergeliger Kiesboden. Seinerdige Teile(Ton oder Ton und Kalk) zwiſchen dem groben Gerölle bemerkbar, aber nicht über 20% betragend.
In Flußtälern und im Untergrunde vorkommend. Selten zu⸗
tage tretend. Fruchtbarkeit mäßig oder gering. In trockener Lage meiſt nur als Weide⸗ und Waldland(Föhre) oder als Eſper⸗
boden, zuweilen als Rebland, in feuchter Lage auch als Wieſen⸗
land zu nutzen. ·
5. Klaſſe: Reiner Kiesboden. 1 Sehr arm an Feinerde(unter 5%), oft mit Grand und Sand gemengt oder wechſellagernd.


