158. Die Bodenbeſtandteile.
Dieſe Berechnung hinkt inſofern, als die Üübertragung von einer ſehr kleinen Fläche auf eine ſehr große immer mißlich iſt. Deshalb muß der Vorprüfung im nächſten Jahre die Hauptprüfung auf einem größeren Verſuchsſtück folgen. Fällt dieſe wiederum günſtig aus, ſo werden wir uns zu größeren Zuſchüſſen an Phosphorſäure entſchließen, aber nach einer Reihe von etwa 6 Jahren wieder einen ähnlichen Verſuch machen, um zu kontrollieren, ob der Zukauf von Phosphorſäure noch weiter nötig iſt. Denn da einerſeits ein Teil der aufgeſchloſſenen Phosphorſäure nicht ſogleich verbraucht und andrerſeits ein Teil der nicht aufgeſchloſſenen Phosphorſäure (namentlich bei Anwendung des Thomasmehls) mit der Zeit löslich wird, ſo kann ſich der Vorrat an nutzbarer Phosphorſäure in 6 Jahren ſo anhäufen, daß nun eine Zeitlang der Zuſchuß unter⸗ bleiben kann uff.
4. Kali.— Weniger allgemein wirkſam als die Phosphorſäure wird ſich das Kali erweiſen. Dennoch ſind Verſuche auch mit dieſem Pflanzennährſtoff ſehr anzuraten.
Ziemlich ſicheren Erfolg kann man namentlich auf den Humus⸗ böden(Torf und Moor) erwarten. Auch auf Kalk⸗ und Mergel⸗ böden, ſowie auf Sandböden wird ſich das Kali in vielen Fällen bewähren. Am meiſten zweifelhaft bleibt der Erfolg auf Lehm⸗ und Tonböden, weil dieſe Bodenarten ihrer Entſtehung nach ge⸗ wöhnlich reicher an Kali ſind als die vorher genannten.
Sehr unſicher iſt ferner der Erfolg der Kalizufuhr auf allen Grundſtücken, auf denen regelmäßig und reichlich mit Kuhmiſt und Gülle und obendrein noch mit Holzaſche, alſo mit kalireichen Dünge⸗ mitteln, gedüngt wird.
Doch Probieren geht über Studieren, und ein kleiner Verſuch koſtet ja weniger Geld als Mühe. Von den Staßfurter Düngſalzen wählt man für dieſen Zweck am beſten ſchwefelſaures Kali mit einem garantierten Gehalt an Kali von 50— 52%. Man berechnet pro 10 qm 500 g= ½ kg der Ware und ſtreut das Salz, mit der dreifachen Menge trockener Erde gemengt, jedenfalls im Herbſt aus, um es, wo dies zuläſſig, ſogleich tief unterzuackern. Auf Natur⸗ und Kunſtwieſen und bei Hülſenfrüchten iſt die Wirkung nach den bisherigen Erfahrungen ſicherer als bei Getreide und Hackfrüchten.
5. Stickſtoff.— Nur ſelten wird in einer Wirtſchaft ſoviel Viehmiſt produziert, daß ein Zuſchuß von Stickſtoff überflüſſig


