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Praktische Bodenkunde : Anleitung zur Untersuchung, Klassifikation und Kartierung des Bodens / von Anton Nowacki
Entstehung
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Pflanzennährſtoffe. 157

Durch die Ermittlung des Erntegewichts erfahren wir, daß der Zuſchuß von 1 kg Superphosphat auf der Fläche von 20 qm einen Mehrertrag an Heu und Emd von 8,1 kg ergeben hat. Gewirkt hat alſo in dieſem Falle die in dem Kunſtdünger enthaltene Phos⸗ phorſäure zweifellos, aber hat ſich der Mehraufwand auch bezahlt?

8,1 kg Heu à 0,08 Fr....... 0,65 Fr. 1,0„ Superphosphat......= 0,20„*) Differenz= 0,45 Fr.

Der Überſchuß über die Koſten beträgt demnach= 0,45 Fr. Daraus berechnen ſich, wenn wir 0,05 Fr. für die Mehrarbeit (Ausſtreuen des Kunſtdüngers uſw.) in Abzug bringen, pro Hektar 200 Fr.

Mit dieſem Reſultat könnten wir ſchon zufrieden ſein. Nun haben wir aber noch zu veranſchlagen, daß der Futterwert des Heues auf der mit Superphosphat gedüngten Wieſe in dem Verhältnis von 9:8 Fr. pro 100 kg beſſer iſt. Danach ſtellt ſich die Rechnung

wie folgt: I. Parzelle: 19,9 kg Heu à 0,09 Fr.....= 1,80 Fr. II.„ 11,8.„„ à 0,08„..= 0,95„

Differenz zugunſten der I. Parzelle.....= 0,85 Fr. Davon ab a) für 1 kg Superphosphat. 0,20 b)„ WMehrarbeit..„ 0,05

Bleibt auf der I. Parzelle ein Überſchuß von= 0,60 Fr.

Daraus berechnen ſich pro Hektar 300 Fr., und da die ander⸗ weitigen Koſten ſich gleich bleiben, ſo iſt dieſer Überſchuß nichts anderes als höherer Reinertrag oder Reingewinn.

einen Weg von 1 m Breite. Um eine möglichſt gleichmäßige Verteilung zu erzielen, verdünnt man die Kuhgülle mit der doppelten Menge Waſſer. Aus demſelben Grunde wird das Superphosphat mit der dreifachen Menge Sägemehl oder Torfmüll(ſ. oben!) vermengt. Bei der Ernte ſchiebt man eine Stange oder Latte von Pfahl zu Pfahl und ſchneidet das Gras außen herum genau bis zur Grenze ab, denn es verſteht ſich von ſelbſt, daß ein Fehler in der Größe der Parzellen auf das Reſultat von Einfluß iſt.

*) Wenn der Preis des Düngers niedriger ſteht, ſo ſtellt ſich die Rechnung um ſo günſtiger. 5 Franken= 4 M.