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Praktische Bodenkunde : Anleitung zur Untersuchung, Klassifikation und Kartierung des Bodens / von Anton Nowacki
Entstehung
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Die Entſtehung des Srund und Bodens.

Langſam erſtarrt und erkaltet des Erdballs glühende Kruſte, Und in dem irdiſchen Stoff regt ſich der himmliſche Keim. Wechſelnd in ewigem Fluß folgt ein Geſchlecht nach dem andern, Als der Menſch erſchien, fand er die Tafel gedeckt.

Wie die Bewohner ſich mehrten, da mußten ſie pflanzen und ſchaffen, Grund und Boden iſt da, ſehen wir zu, wie er ward.

Die Erde iſt ein Stern unter Sternen. Jahr für Jahr vollführt ſie zwiſchen Venus und Mars ihre vorgeſchriebene Reiſe um die Sonne. Dabei dreht ſich die Erde alle 24 Stunden um ihre eigene Achſe, während die Umlaufszeit des Mondes weder 30 noch 31, auch nicht 28 oder 29, ſondern nahezu 27 Tage und 8 Stunden beträgt.

Es iſt nicht überflüſſig, hieran zu erinnern. Wollen wir unſre Stellung in der Natur erkennen, dann müſſen wir den Blick nach oben richten. Sonne und Mond, ſie ſind es, die das Leben auf der Erde regeln, leiten und beherrſchen. Man denke nur an den Wechſel der Jahreszeiten, der von der Stellung der Erde zur Sonne abhängt, und an den Wechſel der Gezeiten(Ebbe und Flut), der auf der Stellung des Mondes und der Sonne zur Erde beruht. Bei den Gezeiten überwiegt der Einfluß des kleinen und kalten Mondes den der Sonne, weil der Mond der Erde näher ſteht. Ebenſo erklärt ſich aus der Anziehung vonſeiten des Mondes und der Sonne der Kreislauf des Waſſers und der ſog. Wurzeldruck, denn die Verdunſtung, die dieſen wie jenen bedingt, vollzieht ſich bei jeder Temperatur. In trockner Luft verdunſten Schnee und Eis ebenſowohl wie Tropfen, Wellen und Wolken. Die Erde ſelbſt verhält ſich demgegenüber paſſiv, aktiv dagegen inſofern, als ſie, von

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