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3. Woraus beſteht der Boden? 11
Laboratorium ausgeführt. Zur Ermittlung der Hauptbeſtandteile genügt meiſt ſchon ein aufmerkſames Anſehen und Anfühlen unter Mitbenutzung einer Lupe und einiger anderer Hülfsmittel, von denen ſpäter die Rede ſein wird. Für eine weitergehende, genauere Unterſuchung iſt die Zerlegung zweckmäßig ausgewählter Proben durch die mechaniſche und chemiſche Analyſe unter Mitbenutzung des Mikroſkopes erforderlich.
Es hat keine Schwierigkeit, feſtzuſtellen, ob die körperliche Maſſe des Bodens, wie ſie in der Natur anſteht, 1. durchweg oder größtenteils aus feinem, oder ob ſie 2. durchweg oder größenteils aus grobem Material beſteht, oder ob ſie 3. ein Gemenge von feinem und grobem Material darſtellt.
Das feine Material nennt man im gewöhnlichen Leben Erde, und dieſer Ausdruck iſt ſo übel nicht. Andere, erklärende Ausdrücke für dieſelbe Sache ſind: Feinerde, Feinboden, Reinerde, ſtaubförmige und abſchlämmbare Teile. Weniger paſſend, weil nicht allgemein richtig, iſt der Ausdruck Tonteile. Am meiſten hat von jenen Aus⸗ drücken noch das Wort Feinerde für ſich.
Da aber auch dieſes Wort in verſchiedenem Sinne gebraucht wird, ſo ſchlage ich zur Bezeichnung des feinen Materials ein neues Wort vor, nämlich das Wort: Mollgeſtein. Für Mollgeſtein kann man auch ſagen: Mollboden, Mollbeſtandteile oder Moll⸗ ſubſtanz des Bodens, oder kurzweg Moll. Wenn man berücſſichtigt, daß ſich das feine Material durch das weiche oder ſanfte Anfühlen auszeichnet, ſo wird man dieſe neuen Ausdrücke zu⸗ treffend finden.
Das grobe Material bezeichnet man, je nach der Größe der einzelnen Körner oder Körper, als Sand, Grand, Kies, Grus und Stein. Daneben ſind die Ausdrücke Schotter, Gerölle und Geſchiebe im Gebrauch. Ganz große„Findlinge“ oder Felsſtücke nennt man Blöcke, ſie haben zuweilen einen Längen⸗ und Querdurchmeſſer von 1—3 m, aber ſie ſind niemals feſtgewachſen, ſondern in die erdige Maſſe des Bodens loſe eingebettet, ſo daß ſie herausfallen, wenn man den Boden ſenkrecht abgräbt.„(Die Spitzen der feſtgewachſenen Felſen, die in den Boden hinaufragen, gehören nach S. 5 nicht zum Boden, ſondern zum Gebirgsmaſſiv.)—
Will man das ſämtliche grobe Material mit einem einzigen Ausdruck zuſammenfaſſen, ſo kann man ſich des Wortes Durgeſtein


