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Feinde der Gerſte. 159
ſelbe, gehen dann auf den Halm über, wo ſie bis zum erſten Halmgliede eine äußerlich durch ihre verſchiedene Färbung kenntliche Freßfurche nagen. Sie verpuppen ſich endlich im Freßgange und vor der Ernte erſcheint eine zweite Generation, welche in ähnlicher Weiſe die junge Winterſaat befällt und deren Larven überwintern. Kommt an Gerſte ſeltener vor.
Chlorops Herpinii Guér, Gerſtenfliege, lebt wie die vorige, hauptſächlich an Gerſte.
Oscinis frit L., Fritfliege. Die Fliegen legen die Eier an die noch jungen, unentwickelten Ahren der Gerſte u. A., wo ſich die Larven zunächſt von den weichen Körnern er⸗ nähren, um dann zwiſchen den Blattſcheiden bis an den Wurzelknoten vorzudringen, wobei ſie die Endknospen der Pflanzen zerſtören, deren Weiterentwickelung damit aufhört. Bei üppiger Vegetation iſt der Schaden weniger gefährlich, da die Larven die Terminalknospen dann oft nicht erreichen. Die Wintergeneration lebt auf Wintergetreide, kann aber auch auf Wieſengräſern ſich halten. Als Schutzmittel ſoll das unmittelbare Nebeneinanderbauen von Winterung und Sommerung vermieden werden, damit die Fliegen möglichſt wenig direkt von einer auf die andere übergehen können.
Phytomyza cinereiformis Hardy, deren Larve in den Blättern der Gerſte miniert.
Hydrellia griseola Fall., ebenſo, beſonders, nach Kör⸗ nicke, bei jüngeren Pflanzen, die eben das dritte Blatt ent⸗ wickelt hatten, während ältere, die ſchon ſchoſſen, wenig an⸗ gegriffen werden; die Blätter werden erſt weißfleckig, dann auf der ganzen Oberfläche entfärbt und ſterben bald ab.
Blattläuſe.
Schizoneura venusta Pass., an den Wurzeln von Gerſte und Weizen(in Italien, Ungarn, Südrußland),
Aphis granaria Kirby, Getreideblattlaus, und
Aphis avenae Fabr., Haferblattlaus, kommen beide auch auf
Gerſte vor, wo ſie die Blätter ausſaugen und durch ihre klebrigen
Ausſcheidungen, ſog.„Honigtau“, die Spaltöffnungen verſtopfen.


