158 III. Abſchnitt.
nach 10— 14 Tagen Larven auskriechen. Dieſe dringen zwiſchen Blattſcheide und Halm bis in den unterſten Knoten vor, von wo aus ſie die Halme ausſaugen und wo ſie ſich im Juni verpuppen; die befallenen Halme welken und werden gelb. Aus den Puppen entſteht nach 10 Tagen eine zweite Gene⸗ ration, welche im September die jungen Winterſaaten befällt, um hier wieder Eier abzulegen. Die Puppen dieſer Generation überwintern.— Bei größerer Verbreitung ſehr gefährlich.
Cecidomyia cerealis Sauter, Getreideſchänder. Die Mücke, im Mai und Juni fliegend, legt ihre Eier ebenfalls zwiſchen Halm und Blattſcheide gewöhnlich dicht über den unterſten Knoten. Die Larven, die nach 14 Tagen aus⸗ kriechen, freſſen den Halm an, der infolge davon ſich ver⸗ färbt und abſtirbt, während die Ähren ſchwarzbraun werden. Später graben ſie ſich zum Verpuppen in die Erde ein.
GCecidomyia tritici Kirby, Weizengallmücke, legt im Juni und Juli ihre Eier in die Ähren zwiſchen die Klappen, auch bei der Gerſte, ſo lange die Fruchtknoten noch weich ſind. Die nach 10 Tagen auskriechenden Larven nähren ſich von Blütenſtaub und dem breiigen Inhalt der Körner; die Ähren werden gelb und dunkelfleckig. Die Larven verpuppen ſich ent⸗ weder in den Ähren oder unter der Erdoberfläche.
Gegen alle drei Gallmücken empfiehlt ſich das Zerſtören der Puppen durch tiefes Pflügen, Unterpflügen und Verbrennen der Stoppeln, Fortfangen der Mücken in der Flugzeit mit dem Hamen oder durch mit Klebſtoff beſtrichenen Papierfächern oder⸗Wedeln; eventl. auch den Anbau der befallenen Getreide⸗ arten auf weitere Strecken hin ein Jahr lang auszuſetzen, oder bei ſtarkem Auftreten das Getreide abzumähen und das Stroh zu verbrennen.
Fliegen.
Chlorops taeniopus Meig., Kornfliege, bandfüßi⸗ ges Grünauge. Die Fliege legt Ende April oder Mai die Eier auf die jungen Schoſſe, nach 10 Tagen kriechen die Larven aus. Dieſe gelangen zuerſt in die junge Ähre, zerfreſſen die⸗


