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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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154 III. Abſchnitt.

Feinde der Gerſte.

Unkräuter. Von dieſen hat die Gerſte auf dem Felde viel zu leiden, und zwar ſtellen ſie ſich um ſo zahlreicher ein, je mehr die Gerſte ſelbſt durch ungünſtige Verhältniſſe beſonders in der Witterung im Wachstum gehemmt wird. Sie ſchädigen die Kulturpflanzen ſelbſt direkt, indem ſie ihnen ſowohl die Nährſtoffe des Bodens ſchmälern wie auch durch ihren oft ſchnellen Wuchs und ihr ausgebreitetes Blattwerk eben ſo den Raum wie die Ausnutzung von Licht und Luft beeinträchtigen. Andererſeits erſchweren ſie die Ernte, verringern den Wert der⸗ ſelben durch die Verunreinigung mit ihren Samen und verur⸗ ſachen durch die Entfernung der letzteren oft großen Aufwand an Arbeit, Zeit und Koſten. Manche treten nur vereinzelt auf, andere oft in großer Menge, ſo daß unbedingt dagegen einge⸗ ſchritten werden muß. Das erſte Mittel dagegen iſt natürlich die Verwendung von unkrautfreiem Saatgut; dann ſind ferner von Bedeutung geeignete Fruchtfolge(Hackfrüchte als Vorfrucht), Bodenbearbeitung durch Jäten und Hacken, Trockenlegen feuchter Böden, Drillkultur, alles Maßregeln, durch welche den Unkräutern die Bedingungen ihrer Exiſtenz erſchwert werden.

Am häufigſten ſind auf Gerſtenfeldern zu finden:

Sinapis arvensis L. Ackerſenf;

Sinapis alba L., weißer Senf, beide auf humoſen Lehm⸗ und Thonböden.

Raphanus raphanistrum L., Ackerrettig, Hederich, auf leichterem Boden, beſonders lehmigem Sandboden.

Capsella bursa pastoris Mnch., Hirtentäſchel, auf feuchten, humusreichen Stellen.

Thlaspi arvense L., Feldpfennigkraut, auf humusreichen Lehmböden.

Spergula arvensis L., Feldſpörgel leichter Sandboden.

Polygonum Persicaria L., gemeiner Knöterich bindige Böden.

Papaver Rhoeas L., Klatſchmohn, Klatſchroſe, auf guten Lehm⸗ böden, oft in ungeheurer Menge.

Agrostemma Githago L., Kornrade, lehmige Sand- und ſandige Lehmböden.