Feinde der Gerſte. 155
Tussilago Farfara L., Huflattig, auf feuchtem Kalk⸗, Thon⸗, Lehm⸗ und Sandboden, beſonders bei mergeligem Untergrund.
Chrysanthemum Segetum L., Saatwucherblume, Lehm- und Thonboden.
Cirsium arvense Scop., Feldkratzdiſtel, ſandiger und humoſer Lehm.
Centaurea Cyanus L., Kornblume, leichtere Sand⸗ und Lehm⸗ böden.
Alectorolophus major Rchb., Klappertopf, auf mittleren Böden, ſchmarotzt teilweiſe auf den Gerſtenwurzeln.
Triticum repens L., Quecke, in feuchtem Klima beſonders auf leichten, lockern in guter Dungkraft ſtehenden Böden.
Avena fatua L., Wind⸗, Flughafer, auf fruchtbarem Thon⸗ und Lehmboden.
Von Tieren, welche die Gerſte direkt angreifen, indem ſie je nach ihrer Lebensweiſe einzelne Teile derſelben zur Nahrung benutzen und die, je nachdem der befallene Organismus für das Leben der Pflanze von Bedeutung iſt, und die betreffenden Schädlinge in größerer oder geringerer Menge auftreten, oft umfangreiche Verwüſtungen anrichten können, ſind, außer ver⸗ ſchiedenen Wirbeltieren von allgemeiner Schädlichkeit, wie Mäuſen und Hamſtern, außer Engerlingen ꝛc., für die Gerſte folgende beſonders gefährlich.
Käfer.
Zabrus gibbus Fabr., Getreidelaufkäfer. Die Käfer freſſen die noch milchigen oder gelbreifen Körner in den Ähren an; die Larven, Tags über im Boden verborgen, zerſtören des Nachts die weichſten Teile der oberirdiſchen Pflanzen, beſonders die Herzknoſpen. Verpuppung Ende Mai, voll⸗ kommene Entwicklung Ende Juni; die Eier werden im Auguſt in den Boden gelegt. Vertilgungsmittel: Einfangen der Käfer an den Ähren, Umpflügen zur Zerſtörung der Puppen, Vertilgung der Eier durch Eggen, Walzen oder
flachen Umbruch der Stoppeln.


