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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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Ernte und Aufbewahrung. 151

arbeitung einer geringern Qualität bei geeigneter Behandlung unter Umſtänden noch ein mäßiges Produkt erzielt werden kann, während die Zumiſchung von beſſern Sorten die Bearbeitung nur erſchwert und die Gleichmäßigkeit des Malzes beein⸗ trächtigt.

Daß bei der Gewinnung von Braugerſte unter allen Um⸗ ſtänden der Handdruſch dem Maſchinendruſch vorzuziehen iſt, wurde ſchon früher hervorgehoben, da bei dem letztern eine oft ſehr ſtarke Beſchädigung der Köner und damit eine Einbuße an Keimfähigkeit verbunden iſt, welche bis 10 pCt. betragen kann. Im Anſchluß an das Dreſchen führt man das Reinigen der Gerſte aus, welches nicht nur den Zweck hat, dieſelbe von Spreu, Grannen und Strohſtückchen, Staub, Unkrautſamen u. ſ. w. zu befreien, ſondern meiſt auch zugleich eine Sortierung der Körner nach Größe oder Schwere herbeizuführen, und wobei eine Anzahl von Maſchinen gute Dienſte leiſten, deren An⸗ wendung nicht genug empfohlen werden kann. Die Abfälle decken, ſoweit ſie aus fremden Sämereien beſtehen, zumeiſt die Arbeitskoſten und der Wert der Gerſte ſelbſt ſteigt dadurch in hohem Grade, denn der Brauer wird dafür um ſo höhere Preiſe zahlen, je weniger, bei ſonſt guten Eigenſchaften, die Gerſte durch fremde Beſtandteile verunreinigt iſt, deren Beſeitigung ihm ſelbſt nur Mühe und Koſten verurſachen würde.

Was nun die weitere Aufbewahrung der Gerſte anlangt, ſo iſt es die erſte Aufgabe, nachteilige Witterungseinflüſſe, be⸗ ſonders Regen, ſchädliche Tiere ꝛc. abzuhalten, überhaupt alle Momente auszuſchließen, welche eine Verringerung der Keim⸗ fähigkeit, Anderung in den Beſtandteilen oder mehr weniger vollſtändiges Verderben zur Folge haben. Die einfachſte und ſicherſte Methode wäre allerdings die Faßbender vorgeſchlagene, die Gerſte durch allmählich geſteigerte Wärme(bis 88 und ſelbſt 100⁰° C.) langſam auszutrocknen, was ſie unbeſchadet ihrer Keimfähigkeit erträgt, und dann ſofort in luftdichte Gefäße ein⸗ zuſchließen; hierdurch würden zugleich Eier oder Larven von