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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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144 III. Abſchnitt.

Für die Kultur von Braugerſte iſt natürlich eine ſonſt bisweilen übliche Einſaat von Klee oder Luzerne vollkommen auszuſchließen, weil ſich dadurch nicht nur für das Wachstum an ſich, ſondern auch namentlich bei der Ernte Schwierigkeiten bieten, welche auch in Bezug auf die Qualität des Erntepro⸗ duktes von erheblichem Nachteil ſein können.

Weitere Behandlung und Pflege.

Nach der Ausſaat trägt eine rechtzeitige Behandlung mit der Ringelwalze viel zum gleichmäßigen Aufgehen der Saat bei; ſie erfolgt, wenn die Pflanzen etwa Fingerlänge erreicht haben, um uoch vorhandene größere Schollen oder gebildete Kruſten zu zerſtören.

Auch ein leichtes Übereggen iſt zuweilen angezeigt, wenn der Boden zu Kruſtenbildung neigt. Im Übrigen hat man ſeine Aufmerkſamkeit auf die ſich meiſt ſehr bald einſtellenden Unkräuter zu richten; durch ein mehrmaliges Behacken mit der Hand oder Maſchinen, das indeſſen nur bei genügend weiter Reihenentfernung ausführbar iſt(ſ. o.), mit jedesmal nach⸗ folgender Walzung erreicht man nicht nur dieſen Zweck, ſondern man hält auch die oberſten Bodenſchichten in einem hinreichend gelockerten Zuſtande.

Gegen eintretendes Lagern, welches die Folge von Licht⸗ mangel iſt, wenn die Pflanzen bei ſtarker Stickſtoffdüngung durch übermäßige Blattentwickelung oder bei zu dichtem Stande ſich gegenſeitig zu ſtark beſchatten, ſodaß die Halme ſich über⸗ mäßig verlängern(etiolieren) und zu ſchwach bleiben, um die Blätter und Ähren zu tragen, beſonders wenn dieſe durch at⸗ moſphäriſche Niederſchläge noch mehr beſchwert werden, empfiehlt ſich Beſchränkung in der Stickſtoffdüngung und genügende Ent⸗ fernung der einzelnen Pflanzen(Drillkultur) Maßregeln, welche ohnehin für die Kultur von Braugerſte erforderlich ſind, und die Auswahl von Sorten mit möglichſt kräftigen und ſtarken