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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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142 III. Abſchnitt.

Andererſeits iſt eine gewiſſe Tiefe der Unterbringung er⸗ forderlich, einmal als Schutz gegen ungünſtige äußere Einflüſſe, Temperaturwechſel, tieriſche Feinde ꝛc., dann aber beſonders auf leichten, ſchnell austrocknenden Böden, in denen es leicht an der zur anfänglichen Entwickelung notwendigen größeren Menge von Feuchtigkeit fehlen kann. Die Ausſaattiefe iſt daher ebenfalls von klimatiſchen Verhältniſſen und ganz beſonders von der Bodenbeſchaffenheit abhängig, jedenfalls wird man aber damit nicht weiter gehen dürfen, als es der Schutz gegen äußere Einflüſſe und das Bedürfnis nach Feuchtigkeit erforderlich macht. Für die Praxis ſcheinen ſich folgende Zahlen bei der Gerſte am meiſten zu bewähren:

für ſchwere Böden= 2 em Saattiefe.

mittlere, feuchte Böden= 3.

.. trockne= 5 5

leichte Böden= 67 em Saattiefe.

Bei der Kultur von Braugerſte iſt unter allen Umſtänden Drillſaat anzuwenden, die abgeſehen von anderen Vorteilen gegenüber der Breitſaat nicht nur höhere Erträge an Stroh und Körnern, ſondern für gewöhnlich auch vollkommener aus⸗ gebildete Körner liefert. Auch hier wirken auf die Entfernung der Reihen äußere Verhältniſſe beſtimmend mit; bei zu engem Stand tritt infolge von Lichtmangel leicht Lagerung der Pflanzen ein, zu weiter läßt das Überwuchern von Unkraut befürchten. Je reicher der Boden an Nährſtoffen iſt, je günſtiger die klimatiſchen Verhältniſſe zur Geltung kommen können, um ſo kräftiger werden ſich die Einzelpflanzen entwickeln, und um ſo weiter muß ihre Entfernung ſein, wenn ſie ſich nicht gegen⸗ ſeitig im Wachstum ſtören ſollen. Anderſeits darf man jedoch darin ein gewiſſes Maß nicht überſchreiten, da ſonſt die Boden⸗ nährſtoffe nicht genügend ausgenutzt werden und die Ernte⸗ erträge ſich vermindern. Man erinnere ſich hier auch der Mitteilung von Märcker, daß dichterer Stand den Stickſtoff⸗ gehalt der Ernte vermindert, weiterer ihn erhöht, eine Er⸗