Die Saat. 139
Organe iſt, da dann die Beſtockung bei einem ſchon relativ aus⸗ gebildeten Wurzelſyſtem durch reichlichere Zufuhr von Waſſer und Bodennährſtoffen ungeſtört ſtattfinden kann.
Da die Ernte in die Zeit fallen muß, wo die Ausbildung der Samen durch die möglichſt hohe Intenſität von Licht und Wärme am meiſten gefördert wird, alſo für gewöhnliche Ver⸗ hältniſſe etwa in den Monaten Juli und Auguſt ſtattfindet, ſo muß ſich die Zeit der Ausſaat auch nach der Vegetationsdauer der betr. Sorten richten; über dieſen Punkt giebt folgende Tabelle über die Entwicklung der Gerſte Auskunft. ¹)
Dauer Vegetationszeit(Tage) der Vom Auf⸗ Vom Von der Ausſaat bis zur Keimzeit lauſonbis zur Schoßen Beendigung bis zur (Tage) des Schoßens Ernte 4 ZweizeiligeSommergerſte V var. nutans. 14 60 „ erectum 14 75
Ernte
Max. Min. Mittel
42 40 133 110 129
e 107 116
Auch die Ernte ſelbſt pflegt ſowohl in Bezug auf die Menge der Erträge wie auf die Güte um ſo beſſer auszufallen, je früher— innerhalb der von der Natur vorgeſchriebenen Grenzen— die Saat erfolgt, die einzelnen Vegetationsfaktoren können dann um ſo beſſer und wirkſamer zur Geltung kommen als bei ſpäterer Ausſaat.
So fand z. B. Haberlandt bei einem Verſuche mit Sommergerſte
Saatzeit Körnerernte Halme pro Auf 100 Halme
Pflanze Ahren 1. Neee 79443 8,0 98,5 15. Ahrt 177,3 7,9 86,8 1. 114,7 5,4 88,3 15. V Mai 61,5 5,0 74,3 1. 1 15,7 2,9 62,3 15. uunii 7,2 2,7 36,4
) In Poppelsdorf nach Körnicke und Werner.— Die durchſchnitt⸗ liche Vegetationszeit iſt übrigens ſchon früher bei Beſprechung der einzelnen Sorten angegeben.(S. 92 ff.)
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