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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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Die Saat. 137

1886 dagegen war der Stickſtoffgehalt der Nachzucht geringer als bei den zur Saat verwendeten Gerſten.

Bon beſonderer Wichtigkeit iſt es, zunächſt möglichſt ſtarke und kräftige Pflanzen zu erziehen, die namentlich während der Zeit des Keimlebens und der erſten Jugendzuſtände die von vielen Seiten drohenden Gefahren zu überwinden im Stande ſind. Auch hier iſt durch eine Reihe von Verſuchen von Hell⸗ riegel, Wollny, Tautphoeus u. A. die Bedeutung des ab⸗ ſoluten Gewichts der Samenkörner ſichergeſtellt. Die größten und ſchwerſten Samen beſitzen einen kräftiger entwickelten Embryo und größere Mengen von Reſerveſtoffen, und ſie ent⸗ wickeln deswegen nicht nur kräftigere Keimpflan⸗ zen, als kleinere, welche ungünſtige Einwirkungen von außen beſſer überſtehen, ſondern auch bis in die ſpäten Lebensperioden bleibt der Vorſprung, den jene voraus haben, oft unverkennbar, ſo daß es erklärlich wird, daß große Körner bei der Aus⸗ ſaat hauptſächlich große, kleine Körner wieder kleine bei der Ernte geben.— Auch hier ſind übrigens Volumen und ſpezifiſches Gewicht der Samen nicht maßgebend, da ſie weder auf das Keimleben, noch auf die ſpätere Entwick⸗ lung der Pflanzen einen Einfluß erkennen laſſen.

Von Wichtigkeit iſt die Gleichmäßigkeit des Saatgutes. Sind die Körner in der Größe ſehr verſchieden, ungleichartig ausgereift, oder verſchiedenen Urſprungs oder dergl., ſo iſt ſtets ein unregelmäßiges Aufgehen derſelben die Folge davon, eine Er⸗ ſcheinung, die ſich oft für den Verlauf der ganzen Vegetationszeit und ſelbſt noch bei der Ernte bemerkbar machen kann. Je nach dem Verlauf des Wetters kann der Fall eintreten, daß die Pflanzen dann zum teil ſchon überreif ſind, während die andern erſt zu reifen anfangen, ſodaß alſo wieder eine große Ungleich⸗ mäßigkeit in dem Ernteprodukt die Folge iſt. Aus dieſem Grunde iſt auch ausgewachſenes Saatgut möglichſt zu ver⸗ meiden; daſſelbe bildet ein Gemenge von ungekeimten und ſchon