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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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Mineraliſche Beſtandteile. 19

ſchieht bekanntlich in der Weiſe, daß ein abgewogenes Quantum (10 20 g) von gemahlener Gerſte bei 105 1100C. ſo lange getrocknet wird, bis nach Austreibung des Waſſers ein weiterer Gewichtsverluſt nicht mehr eintritt. Die Differenz des Gewichtes der ſo erhaltenen Trockenſubſtanz mit dem urſprünglichen Gewicht ergiebt den Waſſergehalt, der auf 100 Teile der friſchen Gerſte berechnet wird. Für die praktiſche Ausführung dieſer Be⸗ ſtimmung leiſtet der Trockenapparat von Ulſch gute Dienſte. ¹)

Bei dem wechſelnden Gehalt der Gerſte an Waſſer werden die Zahlenangaben für die übrigen Beſtandteile zur Ermög⸗ lichung von gegenſeitigen Vergleichen am beſten auf den ab⸗ ſoluten Trockenſubſtanzgehalt berechnet. Dagegen ſcheint es in neuerer Zeit üblich zu werden, dieſe Vergleichszahlen auf einen gewiſſen Waſſergehalt der Gerſte zu beziehen. So berechnet Märcker die Ergebniſſe ſeiner Analyſen auf einen Waſſergehalt von 15 pCt.²), Emmerling auf 13,5 pCt. ꝛc., alſo nicht auf 100 Teile Trockenſubſtanz, ſondern auf 85 bez. 86,5. Der Zweck dieſes Verfahrens iſt nicht recht erfindlich; allerdings mögen die genannten Zahlen dem mittleren Waſſergehalt der Gerſte nahe kommen, eine glückliche Neuerung iſt es indeſſen keineswegs, wenn jeder Analytiker ſeinen Berechnungen ſeinen beſonderen Privatwaſſergehalt zu Grunde legt; Vergleiche mit anderen Unterſuchungen werden dadurch nur erſchwert, und, wenn dieſe Verhältniſſe nicht genügend berückſichtigt werden, Verwirrung angerichtet und falſche Vorſtellungen erweckt.

Der Säuregehalt der Gerſte. DieAcidität der Gerſte oder ihr Gehalt an freien Säuren, berechnet auf Milchſäure wurde eine zeitlang und wird z. T. noch jetzt als ein wichtiges Moment bei der Wertbeſtimmung der Brau⸗ gerſte angeſehen. Durch großen Gehalt an organiſchen Säuren wird die Wirkung der Diaſtaſe beeinträchtigt, es ſoll die Extrakt⸗

¹) Abbildung in der Allg. Brauer⸗ und Hopfenzeitung 1887, S. 1148 und Ztſchr. f. d. geſ. Brauweſen 1887, S. 105. ²) Bei den letzten Gerſtenanalyſen(1888) auf 12% Feuchtigkeitsgehalt!

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