Mineraliſche Beſtandteile. 17
II. Aſchenbeſtandteile, berechnet auf Reinaſche.
Rein⸗ In 100 Teilen Reinaſche: aſche 1 Na⸗ Mag⸗ Eiſen⸗ Phos⸗ Spe⸗ Rieſel⸗ % Kali Iron galk neſia oxyd hor⸗ i dale. ſäure Chlor
Chevaliergerſte 2,50 20,77 4,56 1,448
745 0,51 3¹1 ,69 0,79 32,73—
desgl., Sandboden 2,47 24, ,97 1,27 2,97 8,00 0,84 4 38, 26 0,92 22 108 0,87
desgl., Lehmboden 2,28[29, 42 0,68 2,97 6,90 1,46 38, 78— 18, 41 1,58
Jeruſalemsgerſte 2,83 17 25 2,40 3,22 11 193 0,32 38, 14 3,04 24, 50— (Weihenſtephan)
„Prima G. z. Bierbr.“ 2,90 21,89 4,20 2,80 721 0,57 3 36 2,64 28,12 1,12
(unbekannt. Herkunft)'
Der Waſſergehalt der Gerſte iſt ein ſehr wechſeln⸗ der und ſeine Beſtimmung aus verſchiedenen Gründen erforderlich. Von Einfluß darauf iſt das Reifeſtadium, in welchem die Körner geerntet wurden, die dabei herrſchende Witterung, die weitere Behandlung der Gerſte, die Art der Aufbewahrung, das Alter derſelben, ꝛc. Je reifer die Körner bei der Ernte waren, je weniger dieſelbe durch Regen geſtört wurde, deſto ärmer an Waſſer iſt das Ernteprodukt ſchon an ſich; immerhin kann ganz friſch geerntete Gerſte einen ſehr hohen Waſſergehalt aufweiſen (20 pCt. und mehr), und jedenfalls ſind die Schwankungen gleich nach der Ernte am bedeutendſten; mit zunehmendem Alter⸗ werden der Gerſte nimmt, wenn die Aufbewahrung in ſach⸗ gemäßer Weiſe in möglichſt trockenen Räumen ſeattfindet, der Waſſergehalt in normaler Weiſe ab, ſo daß er bis unter 10 pCt. ſinken kann; dagegen nimmt die ſchon lufttrockene Gerſte bei feuchter Aufbewahrung oder unter ſonſt ungünſtigen Ver⸗ hältniſſen wieder Waſſer von außen auf. Hoffmann fand, daß Gerſte in einem mit Waſſerdampf geſättigten Raume bei einem urſprünglichen Waſſergehalt von 13,82 pCt. noch 8,23 pCt. Waſſer hygroſcopiſch aufnahm, ſo daß die Geſamtwaſſermenge endlich auf 22,05 pCt. geſtiegen war; ebenſo nahm bei einem ähnlichen Verſuche von Wilhelm der Waſſergehalt einer Gerſtenprobe um 5,52 pCt. zu, indem er von 15,69 pCt. auf 21,21 pCt. ſtieg.—
Heine, Braugerſte. 2


