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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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10 I. Abſchnitt.

gegen ſind diejenigen der Hüllen und Spelzen, namentlich die ſtark verdickten, zugleich auch ſtark verholzt. Der Gehalt des Korns an Rohfaſer beträgt zwiſchen 2,30 8,20 pCt. der Trocken⸗ ſubſtanz. Einen poſitiven Wert als nutzbare Subſtanz beſitzt dieſelbe nicht; im Gegenteil, je höher der Prozentgehalt der Gerſte an Rohfaſer iſt, deſto mehr werden die Zahlen für die wirklich verwertbaren Beſtandteile(Stärke ꝛc.) herabgedrückt.

Nächſt der Stärke nehmen, quantitativ wie qualitativ, die wichtigſte Stelle die ſtickſtoffhaltigen Verbindungen ein. Im lufttrockenen, ungekeimten Gerſtenkorn ſetzen ſich dieſe in der Hauptſache aus Proteinſubſtanzen und andern eiweiß⸗ artigen Stoffen(Klebermehl, Aleuronkörner) zuſammen. Nach Ritthauſen beſtehen ſie bei der Gerſte aus Glutencaſein, Glutenfibrin, Mucedin und Eiweiß; Pflanzenleim enthält die Gerſte nicht. Ein gewiſſer Prozentſatz von Stickſtoff iſt indeſſen ſchon in der umgekeimten Gerſte nicht in dieſer Form vorhanden, ſon⸗ dern als amidartige Verbindungen, Ammoniak und Salpeterſäure. Zwei Unterſuchungen von Märcker und Farsky(zu anderen Zwecken angeſtellt, vgl. ſpäter) zeigen, wie ſich die verſchiedenen Stickſtoffverbindungen in der ungekeimten Gerſte verhalten.

irtee †arity in öſ der in% des in% der in des Trocken⸗ 2 Trocken⸗ 0 ſubſtanz Stickſtoffs ſubſtanz Stickſtoffs Geſamtſtickſtoff 1,900 100 1,8000 100 Stickſtoff als unlösl. Einweiß 1,740 91,5 1,6800 93,33 lösliches 0,087 4,6 0,0813 4,52 3 Amidverbindgn. 0,028 1,5 0,0271 1,50 4 Ammoniak 0,045 2,4 0,0102 0,57 Salpeterſäure Spuren Spuren 0,0014 0,08

Ebenſo fand Behrend in 100 Teilen Gerſtentrockenſubſtanz:

Geſamt⸗ N. als Eiweiß N. als Nichteiweiß

ſtickſtoff in 9%des N. ſin/ des N. bei Saalegerſte 1,8338] 1,660 b 90,31] 0,178 V 9,69 bei Ungar. Gerſteß 2,290)2,17 94,76] 0,12 5,24