Fünfzehntes Kapitel. Druſch und Ertrag. 197
Im allgemeinen iſt das ſpezifiſche Gewicht der Weizen⸗ körner um ſo höher, je mehr ſtickſtoffhaltige Subſtanz ſie ent— halten. Nach Nowacki hat:
ſpez. Gewicht ſtickſtoffhaltige Subſtanz Hartweizen... 1,4264 12,54% Gemeiner Weizen. 1,3533 8,58„
Nach H. Vilmorin kommen im Durchſchnitt 22 Körner auf ein Gramm; das Minimum(Galland-⸗Baſtardweizen iſt 12; das Maximum(voter grannenloſer Märzweizen) iſt 34. Folgende Zahlen führt er für andere Varietäten an: Brauner Hériſſon 32, Viereckiger von Sicilien 29, Gemeiner Grannen⸗Märzweizen 25, Ungariſcher Weizen 32 ½, Touzelle anone 21 ½, Hunter 26, Rotſpelziger Danziger 22, Flandriſcher 19 ½, Noéë 17 ½, Roter Schottiſcher 23, Hallet 21 ½, Hickling 24, Weißer Richelle von Neapel 17.
Das Gewicht eines Weizenkornes ſchwankt alſo zwiſchen 29 und 83 mg und beträgt im Durchſchnitt 40 mg.
Das Gewicht eines Hektoliters Weizen hängt nicht allein von dem ſpezifiſchen Gewicht der Weizenkörner ab, ſondern auch von dem größeren oder kleineren Volumen der Hohlräume zwiſchen den Körnern, von der Größe der Körner, von ihrer mehr oder weniger glatten Oberfläche und von der Feſtigkeit ihrer Lagerung.
J. Reiſet ſagt in ſeinen Unterſuchungen über den Wert der zur Nahrung dienenden Körner:„Jedermann weiß, daß Weizenkörner, welche in ein Gemäß gefüllt ſind, größere oder kleinere Zwiſchenräume bilden je nach der Art und Weiſe, wie
über 4000 kg pro Hektar ſind mir wiederholt glaubwürdig mit⸗ geteilt.— F. Heine in Emersleben erntete 1882 im Durch⸗ ſchnitt auf ca. 74 ha 3958 kg pro Hektar(2021 Pfd. pro Morgen); 1878 erntete er im Durchſchnitt auf ca. 81 ha 3970 kg pro Hektar(2027 Pfd. pro Morgen) und in demſelben Jahre auf einem Ackerſtücke von ca. 5 ha 5229 kg pro Hektar (2670 Pfd. pro Morgen).


