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Der Weizenbau / von Eug. Risler. Übers. und mit Anmerk. vers. unter Berücksicht. deutscher Verhältnisse von W. Rimpau
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel. Reife und Ernte. 177

er ſofort, während die andere Hälfte bis in den November un⸗ gedroſchen aufbewahrt wurde. Bei den beiden erſten Portionen trennte er die weniger reifen Ähren(a) von den reifſten? Ähren(b). Bei der erſten Portion vom 19. Auguſt waren nun die Halme und Ähren noch vollſtändig grün; die Körner waren ebenfalls grün, weich und milchig; bei der Portion b von demſelben Tage begann die Farbe etwas gelb zu werden. Bei der Portion a der zweiten Ernte(22. Auguſt) ſahen die Körner ähnlich aus wie die der Portion b von der erſten Ernte, bei der Portion b waren ſie ſchon vollſtändiger gelb, aber noch immer etwas grün. Bei der vierten Ernte(28. Auguſt) hatten die Körner eine gewiſſe Härte bekommen, aber ſie waren noch ſchwer von den Ähren zu trennen; die Ähren waren gelb, die Halme aber noch grünlich. Bei der ſechſten Ernte waren die Körner vollſtändig hart und trennten ſich bereits leicht von den Ähren. Folgendes Gewicht (in Grammen) fand er pro 1000 Körner:

2 Ernte—

“

Körner.. hs, 226, 8 26,9 28,1 28 S828, 030, 080, 130,0 28,7 Im November ge⸗-⸗ V 4, V

droſchene Körner 22,4 26,9 27,0 29,2 29,2 2 29,7 30,6 30,5 29,6 29,1

A. Nowacki, jetzt Profeſſor an der na techniſchen Schule zu Zürich, hat in Halle eine ſehr intereſſante Unterſuchung über „das Reifen des Getreides“ gemacht. Er ſchnitt Weizen zu vier verſchiedenen Zeiten und entkörnte, wie Siegert jedesmal einen Teil A, während er den Reſt B vor dem Druſch in Garben aufbewahrte. In der erſten Periode waren die Körner voll⸗ ſtändig grün; in der zweiten waren ſie noch milchig, aber bis auf die Furche gelb; in der dritten waren ſie bis zu einem ge⸗ wiſſen Grade erhärtet, brachen aber noch über dem Nagel; in der vierten waren ſie bereits zu hart, um über dem Nagel zu brechen.

Rimpau, Weizenbau. 12

Sofort gedroſchene