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Der Weizenbau / von Eug. Risler. Übers. und mit Anmerk. vers. unter Berücksicht. deutscher Verhältnisse von W. Rimpau
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel. Reife und Ernte. 175

Juſi 18. Tuli 1 gaanf Ce u 2 Wochen an dmanei[8. Auguſt 23. Auguſt Ende der nach der Mei iger Halbreife Vollreife Blüte Blüte Zuſtand V ————— Kalk. 0,41 0,17 0,08 0,08 0,07 Magneſia. 0,51 0,31 0,28 0,25 0,02 Eiſenoxyd. 0,02 0,02 0,02 0,06 0,05 Schwefelſ..„„„ V 7 Phosphor⸗ ſäure.. 1,74 1,10 1,12 1,02 0,98 Chlor.. 0,32 0,11 0,07 0,07 0,06 Kieſelſäure 0,02 0,02 0,03 0,04 0,04

Will man wiſſen, wie die abſoluten Mengen dieſer ver⸗ ſchiedenen organiſchen und mineraliſchen Stoffe während der all⸗ mählichen Entwickelung der Körner geſchwankt haben, ſo kann man ſie auf die Körner von 100 ÄAhren(2600 Körner) um⸗ rechnen; es ergiebt ſich alsdann in Grammen:

(Siehe Tabelle Seite 176.)

Wenn das Korn ſich eben gebildet hat, ſind die Endo⸗ ſpermzellen mit einem ſtickſtoffhaltigen zähen Protoplasma er⸗ füllt, in welchem allmählich Stärkekörner erſcheinen, wodurch es ein milchiges Ausſehen bekommt. Die Oberfläche der Körner iſt noch grüu wie die ſie umhüllenden Spelzen und die ganze Pflanze. In dem Maße wie die Oberfläche des Kornes gelb wird, erfüllt ſich der Inhalt mehr und mehr mit Stärke und bekommt ein horniges oder mehliges Ausſehen, je nachdem die Zwiſchenräume zwiſchen den Stärkekörnern mehr oder weniger Kleber enthalten. Wenn man es knetet, kann man einen Teig daraus machen, welcher ähnlich wie weißes Wachs ausſieht.

Das Korn wird gleichzeitig mit dem Halme und den Blättern gelb. Man kann es noch leicht mit dem Nagel durchkneifen aber ſchwer von der Ähre trennen. Dies iſt der beſte Zeitpunkt für den Schnitt des Weizens; er iſt zwar nur halb reif, aber die Ablagerung der Stärke, ſowie der ſtickſtoffhaltigen und